‚Das wäre wirklich das letzte, was wir jetzt noch gebrauchen können‘, sagt Wolfgang Gülcher (Foto), Trainer in Iffezheim und meint damit eine infektiöse Anemie (hoch ansteckende Blutkrankheit bei Pferden) in den Iffezheimer Rennställen.
Was war passiert? Mehrere Mutterstuten aus dem Gestüt Ahorn in Nieder-Hilbersheim waren beim Coggins-Test zunächst aufgefallen. Sie sollten zur Bedeckung in nationale Gestüte gebracht werden, waren in jedem Jahr untersucht worden und noch nie aufgefallen, der Test eigentlich reine Routine.
Doch plötzlich schlug das untersuchende Labor Alarm, hatte die Mutterstute positiv auf die hoch ansteckende Blutkrankheit getestet und forderte Quarantäne für alle Pferde des Gestüts Ahorn.
Da auch seit dem 25. Februar in den Iffezheimer Rennställen von Wolfgang Gülcher, Conny Brandstätter und Jean-Pierre Carvalho je ein Galopper des Gestüts Ahorn beheimatet war, betraf die Quarantäne-Forderung auch das Iffezheimer Boxendorf.
Amtstierärzte in grünen Kitteln sperrten schon Bereiche des Areals ab und bereiteten die Quarantäne vor, doch dann kam am späten Montagnachmittag die Entwarnung, zwei unabhängige Labore, darunter das Labor des Friedrich Löffler-Instituts in Konstanz, entkräftigten den ersten Befund durch die Auswertung mehrerer Nachuntersuchungen.
‚In der Nachuntersuchung wurde die Mutterstute gleich doppelt negativ getestet und damit ist die Gefahr jetzt gebannt‘, erklärt Gülcher gegenüber GaloppOnline.de.










