Quo vadis Hoppegarten? Das war eine der am meisten gestellten Fragen der vergangenen Jahre im deutschen Galopprennsport. Doch seit Dienstag um 18:48 Uhr ist die sich immens lange hinziehende Zukunftsfrage der Parkbahn vor den Toren Berlins beantwortet: Bei einer Pressekonferenz der BVVG im Park Inn Hotel am Alexanderplatz in Berlin erhielt Gerhard Schöningh den Zuschlag.
Der in London lebende Ex-Fondsmanager (gab vor knapp zwei Jahren seine Gesellschaft Ennismore ab) erwarb das Gelände der Galopprennbahn Hoppegarten. Es umfasst fünf sogenannte Lose mit einer Kaufoption für die Neuenhagener Trainierbahn. Der Turf in der Hauptstadt ist damit gerettet, denn Schöningh hatte sich früh dafür ausgesprochen, im Falle eines Kaufs den Rennsport in Hoppegarten zu erhalten.
Schöningh (46) kennt sich im Turf bestens aus, war Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre Vorstandsmitglied in Krefeld und auch in der Rennleitung tätig. Seit längerer Zeit konzentrierte er sich voll auf die erhoffte Übernahme Hoppegartens, wie er vor den Pressevertretern versicherte.
Als Besitzer hat er sich längst ebenfalls einen Namen gemacht, lässt gemeinsam mit Freunden sieben Pferde von Henry Cecil in England trainieren und ist auch bei Peter Rau engagiert.
‚Die Region und die Rennbahn besitzen enormes Potenzial. Für Sponsoren ist Berlin der beste Standort‘, versicherte Gerhard Schöningh.
‚Das Konzept von Herrn Schöningh war das überzeugendste‘, begründete BVVG-Chef Wolfgang Horstmann die Entscheidung.
Die acht vorgesehenen Renntage für 2008 werden in jedem Falle durchgeführt. Schöningh plant aber dauerhaft, die Zahl der Veranstaltungen graduell zu steigern. Auch auf der Anlage werde sich vieles zum Positiven verändern, versicherte er, doch werde man das bei einer Pressekonferenz vor dem ersten Renntag am 26. April genauer ausführen.
Die Architektur Hoppegartens bleibe unverändert, doch ‚behutsame Renovierungen‘ seien vorgesehen. Die Bahn solle familienfreundlich sein. Auch im Hospitality-Bereich wolle man tätig werden.
Andreas Neue, Präsident des bisherigen Rennvereins, firmiert nun als Geschäftsführer der GS (steht für Gerhard Schöningh) Galopprennbahn Hoppegarten GmbH & Co. KG. Weitere Informationen lesen Sie in Kürze auf GaloppOnline.de und in der Sport-Welt.











