Hofer-Youngster marschieren und Sagitario ist gro?artig

Die Form der Zweijährigen von Mario Hofer kann sich mehr als sehen lassen. Da war es keine Überraschung, das die Etzeaner Sholokhov-Tochter Every Day am Samstag in einem Hamburger Maidenrennen jede Menge Vertrauen genoss. Bis auf 17:10 hatten die Besucher auf dem Horner Moor die Lady heruntergewettet.

Doch Schwitzen war angesagt, denn eigentlich sah die Blume-Stute Kalpyrnia schon wie die Siegerin aus. Aber Andreas Suborics gab die Partie nicht verloren, eroberte auf den letzten Metern noch einen Hals-Vorteil. Erstaunlich, welche Reserven die Favoritin (Foto links) noch entwickelte.

‚Sie zählt zu unseren besten Zweijährigen. Wir haben viele Vergleichsmöglichkeiten, und sie hatte sehr gut gearbeitet‘, erklärte Mario Hofers Stalljockey Andreas Suborics.

Leider goss es am Eröffnungstag wie aus Kübeln. Doch nicht im Geringsten störte das den Seriensieger Sagitario. ‚Das ist ein irres Pferd‘, freute sich Trainer Göddert Sybrecht nach dem neuerlichen Triumph.

Der vierjährige Acatenango-Sohn, der nur ein Auge hat und zahlreiche Krankheiten in der Vergangenheit überstehen musste, schaffte beim fünften Saisonstart den ebensovielten Sieg hintereinander. Und auch diesmal waren die Grenzen des Fuchses noch nicht zu erkennen. Denn ausgesprochen leicht löste sich der 35:10-Favorit unter Andreas Helfenbein von der formstarken Konkurrenz, die Akheera vor La Grande Dame anführte.

‚Sein bislang überlegenster Sieg war auf weicher Bahn, deshalb hatte ich wegen des Bodens keine Bedenken. Er wird in dieser Woche aber sicherlich nicht mehr laufen, ich möchte ihn nicht überanstrengen‘, erläuterte Sybrecht.

Im Fegentri World Championship-Rennen setzte sich die Schweizerin Sarah Leutwiler mit Hartmut Steguweits Sterntaler (49:10) locker durch.

Das Ponyrennen holte sich erwartungsgemäß ein Pferd aus dem Stall von Regina Ehm, doch siegte die 100:10-Chance Vanessa vor der Stallgefährtin und heißen Favoritin Montisha.

Schwer vorherzusagen war die Viererwette in der ‚Wettchance des Tages‘, denn es siegte die 263:10-Chance Alte Diva aus dem Stall von Hans-Jürgen Gröschel mit Wladimir Panov vor Sun Valley, Enomis und Rovirco. Die Wette wurde auch nicht getroffen, über 17.000 Euro wandern nun in einen Jackpot. Mit Clarissimo, Danseur Classique und Sun Moon Orpen schaffte Trainer Uwe Stoltefuß in den drei Final-Handicaps eine Triplette.

Starke Vorstellungen gaben zwei Ittlinger Pferde in Lyon. Kiton (Christophe-Patrice Lemaire) wurde im Grand Prix de Lyon (60.000 Euro, Listenrennen, 2400 m) Dritter zu dem Fabre-Ass Kocab und Mister Conway. Alpha Lady (Lemaire) belegte in einem 20.000er über 2200 Meter den Ehrenrang zu Distalino, der wie Kocab Stephane Pasquier im Sattel hatte.

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