Mario Hofer ist als Pferdemann anerkannt und für den einen oder anderen Flachs gut. Mitte der Woche auf der Arqana Herbst-Auktion in Deauville könnten die Pferde aber mit dem Österreicher durchgegangen sein, denn er bezahlte 12.000 Euro für einen Jährling, der gemäß seiner Papiere wohl kaum ein Gebot verdient hätte.
Silvery Moon ist sein Name, sein Vater I Was Framed ist in seiner amerikanischen Heimat nicht gelaufen und hat auch noch keinen Sieger auf der Bahn.
Er ist immerhin verwandt mit der japanischen Deckhengst-Legende Sunday Silence und hat unter seinen wenigen gelaufenen Nachkommen mit Gilded Frame einen aktuell zweitplatzierten Youngster im Rennstall.
Seine von Alzao stammende Mutter hat vier Rennen gewonnen, aber das waren englische banded races. Die wendeten sich an die unterste Klasse der Pferde und waren den hiesigen B-Rennen vergleichbar, bevor sie wie diese abgeschafft wurden.
Sein rechter Bruder Modern Society (Foto) ist in England in diesem Jahr als Zweijähriger dreimal an den Start gekommen und hatte zunächst im April jeweils als Letzter 30 und 35 Längen Rückstand auf den Sieger.
Nach einer Pause präsentierte er sich zuletzt Ende Oktober in Wolverhampton allerdings verbessert. Wiederum zu einem vierstelligen Toto hatte er als Achter nämlich nur 24 Längen Rückstand und sogar vier Konkurrenten hinter sich.
Dennoch waren ihm beim Einstand Schlagzeilen gewidmet, denn er ist wie sein Vater und Hofers Neuzugang einer der seltenen Schecken unter den Vollblütern.
Ein solches „Indianerpferd“ war unter dem Namen Wagners Schecke in den vergangenen Jahren auch dreimal in Deutschland am Start, ohne jemals den Anschluss an den Vorletzten herstellen zu können.
Das beste extrem bunte Pferd war vor ca. 100 Jahren in England aktiv und sogar Champion. Allerdings war dieser The Tetrarch kein echter Schecke, sondern ein Schimmel mit Handteller großen weißen Flecken.
Nach den Motiven für sein Gebot befragt, antwortete der Krefelder Erfolgstrainer gut gelaunt: „Wenn er mir jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht zaubert, war er nicht zu teuer bezahlt.“ Da kann man nur hoffen, dass Silvery Moon Mario Hofer wirklich zum Lächeln und nicht zum Lachen bringt, wenn er das erste Mal cantert!
Eins ist sicher: Sollte es Silvery Moon auf die Rennbahn schaffen, wird der Start des Pferdes zumindest für Medienpräsenz sorgen!












