HK Cup: California Memory vor ‚unseren‘ Irian und Zazou

Nach Snow Fairy im letzten Jahr holte sich die 2011er Auflage des mit 20.000.000 HK-Dollar dotierten Hong Kong Cups der einheimische California Memory (Foto), der unter Matthew Chadwick von dritter Stelle aus ein traumhaftes Rennen vorfand.

Coach Tony Cruz hatte wohl genau die richtige Renntaktik in petto, denn der Stallgefährte des späteren Siegers, Pure Champion, hatte mit Gerald Mosse lange das Tempo diktiert und verschleppte die Pace vorn geschickt.

Zazou und Olivier Peslier lagen bis in die Zielgerade an zweiter Stelle außen und dahinter kam dann schon der in dieser Saison nicht immer vom Glück verfolgte California Memory.

Durban Thunder (A. Starke) galoppierte an äußerer Stelle im Mitteltreffen und der große Favorit Ambitious Dragon (D. Whyte) sowie der Ex-Deutsche Irian (D. Beadman) lagen am Schluss des Zehnerfeldes, in dem auch Cirrus des Aigles (C. Soumillon) zunächst nicht in prominenter Position zu sehen war.

Mit Erreichen der letzten 350 Meter kam ruckartig viel Tempo ins Rennen, als Ambitious Dragon an der Außenseite an die führenden Pferde nur so heranrollte. Doch der 21:10-Favorit stand den Vorstoß, der von Irian gefolgt wurde, nicht durch.

Auch wenn die meisten Zuschauer in Sha Tin mit einem Treffer Ambitious Dragons gerechnet hatten, dieses Mal fand Matthew Chadwick mit California Memory, der immer innen am Zaun blieb, die Lücke und zog dort unnachahmlich zum Sieg.

Außen stieß ein wie entfesselt finishender Irian auf Rang zwei vor und der von Waldemar Hickst trainierte Zazou hielt den Top-Favoriten Ambitious Dragon für Platz drei in Schach. Eine sensationelle Leistung des Schützlings aus dem Besitz von Werner Heinz. Der zweite deutsche Schützling, Durban Thunder, landete auf dem zehnten Platz. Die Platzwette auf Zazou brachte 75:10.

Cirus des Aigles fand erst ganz zum Schluss des 2000-Meter-Rennens etwas besser ins Rennen, mehr als Platz fünf war allerdings nicht mehr drin für den Top-Franzosen.

Der Sieger zahlte 45:10 in Hong Kong, hatte also auch einiges an Anhang gefunden. Der fünfjährige Highest Honor-Sohn California Memory zementierte mit diesem Sieg seinen Stand in der HK-Elite.

Khalid Abdullahs Byword (M. Guyon), der von Andre Fabre nach Hong Kong geschickt wurde, war in Angriffsposition, nachden er unterwegs als Vierter galoppierrte, doch hatte er im Finale sein Pulver verschossen, endete als Sechster.

‚Ich hatte immer ein optimales Rennen. Dass ich die Lücke fand, war der Ausschlag dafür, dass wir siegten. Wir hatten nicht immer Glück, aber heute war unser Tag‘, so Siegjockey Matthew Chadwick.

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