Die Gruppesaison 2009 in Deutschland hat mit dem vergangenen Wochenende ihren Ausklang gefunden, als in Frankfurt mit Zafisios Sieg im Hessen-Pokal der Gruppe-Vorhang für dieses Jahr fiel. Zeit, noch einmal die größten Erfolge und vor allem die vierbeinigen sowie zweibeinigen Helden hinter diesen Taten zu würdigen.
Die Leistung, die Jens Hirschberger (Foto) in diesem Jahr mit seinem Qualitäts-Lot vollbracht hat, kann man kaum hoch genug einschätzen. Der Bergheimer Privatcoach von Georg Baron von Ullmann und der Schlenderhaner Pferde hat sich als Trainer stets weiter entwickelt und 2009 gezeigt, dass er seine Pferde auf den Punkt genau vorbereiten kann.
Diese Präzisionsarbeit war vor allem in den wichtigsten Gruppe I-Rennen des Jahres zu bewundern. Hirschberger sicherte sich nicht nur mit dem Schlenderhaner Wiener Walzer das IDEE 140. Deutsche Derby in Hamburg-Horn, sondern schlug auch im Großen Preis von Europa mit einem wiedererstarktem Getaway zu, der sich auch schon vor dem Rennen an der Oos im Düsseldorfer Deutschland-Preis als viel zu stark für die Konkurrenz erwiesen hatte.
Wiener Walzer fügte seinem Derby-Sieg noch auf der Heimatbahn in Rheinland-Pokal einen weiteren Top-Gruppe-Treffer hinzu, als er sich nach großer Kampfpartie in einem engen Finish gegen Getaway behaupten konnte Hinzu gesellte sich ein weiterer klassischer Triumph, als der Schlenderhaner Tertullian-Sohn Irian im Kölner Mehl-Mülhens-Rennen, den German 2.000 Guineas, erfolgreich war und so nach seinem Krefelder Erfolg im Dr Busch-Memorial (Gr. III, 19. April) bereits früh in der Saison deutlich unterstrich, dass mit den Hirschberger-Pferden in diesem Jahr immer stark zu rechnen ist.
Auch wenn die exzellente Stallform nicht ganz bis in den Herbst hinübergerettet werden konnte, so darf doch konstatiert werden, dass in Bergheim vierbeinige Rohdiamanten präzise geschliffen und professionell in Form gebracht werden. In der Summe waren es hierzulande dann sieben Gruppe-Siege für Jens Hirschberger, davon zwei Klassiche Siege und vier Gruppe-I-Treffer.
Nicht minder zu beachten sind die Erfolge des Kölner Asterblüte-Trainer Peter Schiergen in diesem Jahr. Bereits im ersten Gruppe-Rennen des Jahres, dem Kölner Albers Grand Prix Aufgalopp, präsentierte sich der Hornoldenhofer Ostland, Derby-Zweiter von 2008, in blendender Verfasssung und Stall Blankeneses Kamsin lieferte nur wenige Wochen später mit seinem Erfolg im Gerling-Preis gleich den zweiten Top-Treffer in 2009 für den Kölner Erfolgs-Coach.
Die Gala von Miss Europa im Hoppegartener Derby-Trial (Gr. II) versprach auch für den Henkel Preis der Diana in Düsseldorf der Höny-Hoferin eine exzellente Ausgangslage, doch nur eine Woche vor dem Stutenderby musste der Auftritt gestrichen werden, da sich Miss Europa im Training eine Fissur zuzog. Der Herbert-Schützling Saphir sprang dafür im Bavarian-Classic (Gr. III) in die Bresche und rang den Godolphin-Crack Peligroso auf der Linie nieder.
Sicher profitierte der Black Sam Bellamy-Sohn zu dieser Gelegenheit auch von einem exzellenten Ritt von Stalljockey Andrasch Starke.
Auch wenn es im Hochsommer auf Gruppeparkett nicht ganz klappen sollte, rundeten die dreijährige Bona-Lady Norderney im Frankfurter Stutenpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung (Gr. III) und der mit großem Potenzial versehene Ittlinger Neatico (Herzog von Ratibor-Rennen, Gr. III) eine gute Sasion für Peter Schiergen entsprechend ab. Beide Male war Jockey Andrasch Starke erneut der Garant für den Sieg.
Zu erwähnen ist sicher auch noch Uwe Ostmann, dessen Stall im letzten Sasiondrittel wieder so richtig Fahrt aufnahm. Der Mülheimer Coach konnte binnen 15 Tagen gleich vier Gruppe-Rennen gewinnen, stellte mit Glad Tiger den Winterfavoriten 2009, der Dank einer Riesenkampfpartie eine verlorene geglaubte Angelegenheit im Weidenpescher Park doch noch zu seinen Gunsten drehen konnte.











