Alle Augen waren am frühen Freitagabend im Weidenpescher Park im fünften Rennen auf ein Pferd gerichtet. Den Fährhofer Quamun. Der Monsun-Sohn aus dem Stall von Trainer Andreas Wöhler, im Frühjahr Derby-Favorit, war trotz Pause und zu kurzer Distanz auf 15:10 heruntergewettet worden. Doch ein Ullmann-Debütant verhinderte seinen Sieg.
Der von Jens Hirschberger für Georg Baron von Ullmann stammende Prohibition (Foto), wie Quamun ein Sohn des Sensations-Stallion Monsun, war bei seinem Erstauftritt gleich in Siegform und rettete sich gegen Quamun, der in der Zielgeraden zu spät auf Touren kam ins Ziel.
‚Kampf, kurzer Kopf‘ lautete der Richterspruch. Bis zum Dritten Bebido waren es dann zwei Längen. ‚Er ist noch unreif, und die Distanz war auch zu kurz. Das Fürstenberg-Rennen bleibt trotzdem auf seinem Fahrplan. Für ein Comeback war das heute schon in Ordnung‘, so Fährhofs Racing Manager Simon Stokes nach dem Rennen.
Zufrieden war natürlich Jens Hirschberger nach dem Sieg von Prohibition. ‚Er kam im Frühjahr von Andre Fabre zu uns, hat dann etwas Zeit gebraucht, bis er sich gefunden hat. Wir hatten aber schon etwas Mumm, und das Debüt war vielversprechend‘, so der Schlenderhaner Coach.
Das Zweijährigenrennen über 1.400 Meter gewann mit Diorissima (Andreas Helfenbein) ein Pferd aus dem Iffezheimer Stall von Werner Hefter. Dieser hatte schon zuletzt in Köln einen Youngster siegfertig vorgestellt. ‚Sie hat eine Nennung für den Preis der Winterkönigin, wird zuvor im Auktionsrennen auf der Heimatbahn laufen‘, so Hefter über die Stute, die wie Night Magic vom Etzeaner Stallion Sholokhov stammt.
Die beiden Altersgewichtsrennen gingen durch De la Vista und Flat Eric in den Stall von Waldemar Hickst, wobei einmal Andreas Suborics und einmal Adrie de Vries der Siegreiter war.
Ein Kuriosum gab es im Viererwettenrennen, denn hier gab es auf dem vierten Platz totes Rennen zwischen dem Favoriten Mistic Dragon und Giardini. Mit Nice Land, Showboy Arrogance und Nadine auf den ersten drei Plätzen zahlte die Viererwette einmal 34.080 und einmal 51.120 für 10 Euro Einsatz.
Mann des Tages war Adrie de Vries, der noch mit Sir Hilleshage gewann und damit dreimal punkten konnte. Der Umsatz nach den acht Rennen betrug 141.631,95 Euro, von denen 54,2 Prozent von Außen kamen.










