Hickst-Stute siegt, Shirocco-Fans m?ssen noch warten

Eigentlich hatte Turf-Deutschland am Freitag mit dem ersten Sieg eines Shirocco-Nachkommen hierzulande gerechnet. Mit der Schlenderhanerin Limitess und der von Peter Schiergen trainierten Jardina stellte der Darley-Stallion die erste und zweite Favoritin im Zweijährigen-Rennen in Mülheim.

Doch rund eine Stunde vor dem Start des Rennens wurde Limitless, deren Mutter eine Schwester der Gruppe I-Siegerin Catella ist, abgemeldet. ‚Sie hat sich in der Box festgelegt, kann daher nicht starten‘, hieß es aus dem Schlenderhan-Team.

Und auch Jardina schaffte es nicht, für ihren Vater den ersten Treffer in Deutschland (in der französischen Provinz siegte bereits ein Shirocco-Nachkomme) zu landen. Die Stute des Stalles Nizza kam unter Andrasch Starke am Ende zwar noch mächtig auf Touren, konnte aber nur noch die Call Me Big-Tochter Turia für den zweiten Platz abfangen.

Der Sieg ging an das Quartier von Waldemar Hickst, dessen Peintre Celebre-Tochter Quesada das mit 5.100 Euro dotierte Rennen unter Alexander Pietsch gewann (Video ansehen). Besitzer der Stute ist der Stuttgarter Briefmarken-Händler Joachim Erhardt.

Trainer Hickst zeigte sich mit dem zweiten Karriere-Start von Quesada äußerst zufrieden. „Eine sehr gute Leistung“, lobte Hickst, der gemeinsam mit seiner Frau Olga nach Mülheim gereist war. „Auch Alex Pietsch hat alles richtig gemacht. Einen Start in diesem Jahr wird sie noch absolvieren“, sagt Hickst. „Dann kommt sie erst einmal in den Stall. Als Dreijährige soll Quesada dann durchstarten.“ Auf Sieg zahlte Quesada, die keine Nennung für den Preis der Winterkönigin in Baden-Baden besitzt, 35:10.

Lange sah es nach einem Sieg der stark gewetteten 28:10-Favoritin Turia aus, die nicht besser hätte debütieren können. Erst auf den letzten Metern musste sich die vor Ort trainierte Auenquellerin mit Andreas Helfenbein im Sattel beugen. „Turia mag eigentlich keine Rennen von der Spitze. Aber mit der Startnummer eins war das kaum anders möglich“, analysierte Ostmann, der mit Turia den Preis der Winterkönigin ins Visier genommen hat.

Auch Peter Schiergens Jardina (notierte am Toto 31:10) besitzt eine Nennung für das wichtigste Zweijährigen-Rennen in Deutschland für Stuten und es ist gut möglich, dass auf ihre Reise nach Baden-Baden führen wird. RaceBets.com nahm beide Stuten nach dieser Leistung im Wettmarkt für die Winterkönigin auf, 300:10 wird auf Turia, 180:10 auf Jardina offeriert. Der Umsatz am dritten Renntag 2010 auf der Raffelberger Rennbahn lag bei 101.973 Euro.

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