Palmer mit Classic Form in die German 1000 Guineas

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern. Schon zur Vorstarterangabe für die zur Gruppe II zählenden Wempe 96. German 1.000 Guineas war aber klar: Hugo Palmer, der in diesem Jahr mit Al Shaqabs Galileo Gold die Qipco 2.000 Guineas gewinnen konnte, schickt seine Azamour-Tochter Hawksmoor nach Düsseldorf. Sie wird am heutigen Sonntag vom englischen Spitzen-Jockey James Doyle geritten und aller Voraussicht nach als Favoritin aufcantern (Zum Langzeitmarkt).

Seine klassische Form unterstrich Palmer erneut am vergangenen Freitag, als die von ihm betreute Architecure und Frankie Dettori beinahe Aidain O’Brien, seiner Super-Stute Minding und Ryan Moore den Triumph in den Epsom Oaks geklaut hätten, aber immerhin als Zweite de englischen Stutenderbys den Pfosten passierten.

Am Sonntag darf man sich in dem  mit 125.000 Euro dotierten Meilen-Klassiker auf ein volles Feld freuen. Die maximale Starterzahl von 16 Pferden wurde erreicht. Dreifach vertreten sind die Trainer Markus Klug und Andreas Wöhler wobei sich die Stalljockeys Adrie de Vries und Eduardo Pedroza für Dhaba respektive Double Dream entschieden haben. Des Weiteren starten für Markus Klug Milenia (Eugen Frank) und Near England (Martin Seidl). Andreas Wöhler wird noch Monaco Show (Stephen Hellyn) und Redenca (Jozef Bojko) satteln. Adrie de Vries gilt am Wettmarkt auch als schärfster Konkurrent für die britische Lady.

Peter Schiergen greift mit Walun (Daniele Porcu) und La Merced (Dennis Schiergen) an. Andreas Löwe ist mit Dynamic Lips (Andreas Helfenbein) und Lips Planet (Filip Minarik) ebenfalls doppelt vertreten. Andreas Löwe hat die 1000 Guineas bereits viermal gewinnen können. Wer aus seinem Duo die stärkere Waffe ist, ist aber schwer zu sagen. Nicht ungefährlich ist die von Hans-Jürgen Gröschel trainierte Shy Witch (Ian Ferguson). Der Hannoveraner Trainer gewann am vergangenen Sonntag mit Iquitos den Großen Preis der Badischen Wirtschaft. Die übrigen Teilnehmerinnen sind Kenrivash (Henk Grewe/Antoine Hamelin), Parvaneh (Waldemar Hickst/Marc Lerner), Princess Asta (Mario Hofer/Andreas Suborics) sowie Rebel Surge (Richard Spencer/William Twiston-Davies), eine weitere Gaststute aus England. Besonders reizvoll sind die 1000 Guineas auch für die Wetter, denn der Stuten-Klassiker ist gleichzeitig die „Wettchance des Tages“. Hier werden in der Viererwette garantiert 10.000 Guineas, nein Euro, ausgeschüttet.

Insgesamt stehen am Sonntag in Düsseldorf neun Rennen auf der Karte. Im Rahmen-Programm gibt der von Andreas Wöhler trainierte Melbourne Cup-Sieger des Jahres 2014, Protectionist (Eduardo Pedroza), sein Comeback. Dabei trifft der Monsun-Sohn auf Peter Schiergens Gruppe I-Sieger Empoli (Dennis Schiergen) und den von Christian Sprengel trainierten Derby-Neunten des Vorjahres Iraklion (Filip Minarik). Mehr zum „Classic Day“ in Düsseldorf lesen Sie in der nächsten Ausgabe der „Sport-Welt“.

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