Harzburg hofft auf weitere Superhandicap-Nennungen

Die Spannung beim Vorstand des Harzburger Rennvereins von 1880 e.V war groß: Wie viele Pferde sind für die vier Superhandicps genannt worden? Die Telefone standen zwischen der Renntechnischen Abteilung des Direktoriums und Bad Harzburg nicht still.

Am Mittag ließ Rüdiger Schmanns, Leiter der renntechnischen Abteilung, dann die Katze aus dem Sack: 86 Nennungen haben die Trainer und Besitzer für die mit 80.000 Euro dotierten vier Superhandicaps abgegeben.

„Wir sind sehr erfreut, das Ergebnis ist wie letztes Jahr“, fasst Rennvereinspräsident Wilhelm Baumgarten die Gefühlslage seines Vorstandes zusammen. „Trotzdem machen wir das Rennen noch einmal auf und geben allen die Chance, bis zum Montag, den 3. Mai, ihre letzte Option zu nutzen, bei unserem Rennfest dabei zu sein“, macht Baumgarten das weitere Vorgehen klar.

120 Nennungen waren zum Nennungsschluss offiziell verlangt. Da in diesem Jahr nicht wie 2009 drei Superhandicaps, sondern deren vier ausgeschrieben sind, verlangt der Veranstalter mehr Nennungen. „Wir wollen die Rennen unbedingt machen und hoffen, dass sich durch die Öffnung des Rennens bis Montag noch einige Trainer und Besitzer entscheiden, diese wunderbare Möglichkeit, mit normalen Pferde um großes Geld zu laufen, nutzen“, so der Rennvereinsboss.

„Wir bedanken uns schon jetzt bei allen Besitzern und Trainern, das macht uns Mut für eine tolle Rennwoche vom 24. Juli bis 1. August im Harz“, so Baumgarten weiter. Beim Blick auf die Nennungsliste wird deutlich, dass mit Peter Schiergen, Andreas Wöhler, Mario Hofer, Christian von der Recke die führenden deutschen Trainer allesamt die Rennen am Weißen Stein in Bad Harzburg im Blick haben.

Aber auch viele kleinere Trainer und die traditionellen Harzburg-Trainer Stoltefuß, Sprengel und Schnakenberg haben den Rennen wieder mit Ihren Nennungen Unterstützung zukommen lassen. „Ich würde mich freuen, wenn 2010 auch Trainer nach Bad Harzburg kommen, die wir sonst hier nicht so oft sehen. Dafür sind die Super-Handicaps doch ideal“, wünscht sich das DVR-Vorstandsmitglied insbesondere aus dem Süden und Westen der Republik noch mehr Unterstützung für die innovative Idee der Startchance in vier Rennen mit einer einzigen Nennung.

„Vielleicht ist es uns noch nicht gelungen, auch die Doppelstartmöglichkeit in den Fokus zu rücken“, will Baumgarten noch einmal darauf hinweisen, dass ein Pferd in einem der beiden Superhandicaps am 24. Juli laufen kann und eine Woche später in einem der beiden Superhandicaps am 31. Juli erneut.

„Jedes dreijährige Pferd, auch wenn es noch keine Handicapmarke hat, kann, wenn es nicht für die ganz großen Rennen reicht, bei uns einiges nachholen an Geldpreis und Prestige“, wirbt Baumgarten noch einmal mächtig. „Auch die weniger guten Handicapper haben in 2010 einmal die Chance, um 20.000 Euro zu laufen – und das ist in Bad Harzburg“, macht Baumgarten auf die Startmöglichkeit im Agl. IV (GAG plus 8) aufmerksam.

„Das ist eine Sensation, eigentlich müsste jeder Besitzer eines Handicappers zwischen 42 und 50 Kilo diese Chancen nutzen, denn solche Gewinnchancen gibt es nur im Harz“, so der Präsident des traditionsreichen Veranstalters aus der Mitte Deutschlands.

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