Als Paul Harley seine Trainerkarriere begann war klar, dass man den Namen Martin Harley in deutschen Programmheften jetzt öfter lesen wird. „Ich werde meinen Neffen sicher oft nach Deutschland holen, wenn sein Job in England das zulässt“, so Paul Harley unmittelbar nach seinem Amtsantritt. „Der Junge ist richtig gut und steht vor einer großen Karriere“, so Harley vor Monaten weiter.
Wie Recht Paul Harley hatte, bewies Martin Harley am Sonntag. Der letztjährige Nachwuchs-Champion Englands gewann seinen ersten Klassiker. Auf dem Curragh entthronte Harley mit Samitar die English 1000 Guineas-Siegerin Homecoming Queen in den Irish 1000 Guineas und sicherte so zugleich den ersten klassischen Treffer für seinen Arbeitgeber Mick Channon.
„Davon träumt jeder Jockey. Solch ein Ding zu gewinnen ist der Traum jeden Reiters, ich bin unendlich dankbar und möchte mich vor allem bei meinem Boss und seinen Besitzern für ihr Vertrauen in mich bedanken“, so Martin Harley nach dem Gruppe I-Treffer in Irland.
Der junge Reiter weiter: “Ich habe keine große Order bekommen. Mick sagte im Führring nur ich soll da raus gehen und ein Rennen mit ganz viel Vertrauen reiten. Das hat dann geklappt. Schon 400 Meter vor dem Ziel hatte ich ein solch gutes Gefühl und wusste, dass uns heute keine schlagen wird.“
Wie viele Klasse-Jockeys kommt Harley, der zunächst Ponyrennen ritt, aus der Schmiede des irischen Top-Trainers Jim Bolger, der unter anderem auch Frederik Tylicki formte. Seinen ersten Ritt auf einem Galopper absolvierte Harley am 15.06.2007, als er mit Conclave Zweiter in einem Handicap in Navan wurde. Neun Tage später folgte der erste Treffer im Rennsattel.
In den Jahren 2009 und 2010 verhinderten Verletzungspausen den Durchbruch, welcher im Jahr 2011 dann aus dem Stall von Mick Channon mit dem Championatstitel der Nachwuchsreiter in England gelang. Neben Bolger gilt auch Barney Curley, Trainer, Großwetter und Freund der Familien Dettori und Ullmann, als großer Harley-Fan.











