In den vergangenen Wochen und Monaten kamen nur positive Meldungen von der Neuen Bult. Die Rennveranstaltungen waren gut besucht und der Umsatz stimmte. Um so überraschender kommt für die Turffans die Nachricht, dass Galopp-Trainer Wilhelm Giedt (43) einen Schlußstrich unter seine Karriere zieht. Der gebürtige Kasache, der seit 1999 auf der Neuen Bult in Langenhagen trainiert, hört zum 1. Oktober auf. Dieses teilte der Coach seinen Besitzern und Mitarbeitern mit.
Grund sind die gesunkene Anzahl an Pferden im Training, die einen wirtschaftlichen Betrieb des Unternehmens unmöglich machen. Wilhelm Giedt: „Es macht keinen Sinn einem Beruf nachzugehen, bei dem man Monat für Monat Verbindlichkeiten anhäuft. Ich werde dem Rennsport als Berater und Vermittler von Vollblütern für russisches Klientel erhalten bleiben und mich hautberuflich neu orientieren.“
Während seiner siebenjährigen Tätigkeit auf der Neuen Bult gelangen 104 Siege, erlebte Giedt alle Höhen und Tiefen des Sports. Mit lediglich vier russischen Pferden begann er Anfang 1999 seinen Trainerjob in Langenhagen. In der Spitze waren es bis zu 55 Vollblüter, die Giedt betreute.
Darunter befanden sich so gute Pferde wie Beauty Rose, Siegerin im Badener Jugendpreis sowie die Ausgleich I-Sieger Zambesi und Royal Wood. Derzeit befinden sich in seiner Obhut noch 14 Pferde, die in den nächsten Wochen auf andere Quartiere verteilt werden. Ob und wer die Trainer-Nachfolge auf der Neuen Bult antreten wird, ist derzeit noch unklar.











