Hannover: Wer Arles schlägt, gewinnt

Ein ungewohnt schlankes Programm erwartet die Besucher und Rennsportfans am Sonntag in Hannover. Wie fast immer sind es zehn Prüfungen geworden – der Präsident Gregor Baum hat eben ein Herz für Trainer und Besitzer und setzt so gut wie nie den Rotstift bei einer gering besetzten Prüfung an – aber die Teilnehmerfelder sind für Neue Bult-Verhältnisse doch recht schmal ausgefallen. Im Hauptrennen sah es zur Vorstarterangabe zahlenmäßig noch besser aus, sieben Ladys sind es schließlich geworden, die im Großen Preis der VGH Versicherung für vierjährige und ältere Stuten Black Type auf Listenebene über 2000 Meter holen wollen (Zum Tagesmarkt).

Andreas Wöhlers Arles‘ (Michael Cadeddu) Saison-Comeback über zu kurze 1600 Meter war versprechend, aber vor allem der dritte Platz zur späteren Siegerin auf Gruppe II-Level in der Badener Meile, Royal Solitaire, und der Ehrenrang in Iffezheim auf Listenebene und vermutlich schon zu weiten 2200 Metern hinter Techno Queen stempeln Team Valors Neuerwerbung zur logischen Favoritin der mit 25.000 Euro dotierten Black Type-Aufgabe.

Zumal sich einige Trainer nicht gerade optimistisch über die Chancen ihrer Kandidatinnen äußern. Markus Klug hätte beispielsweise mit Sacrifice My Soul (Francisco Franco Da Silva) lieber im Handicap weitergemacht. Die von ihm betreute Weltmacht (Maxim Pecheur) vermittelte zuletzt auch nicht den Eindruck, als ob sie sich auf Black Type-Niveau noch wohlfühlt. Peter Schiergens für das Gestüt Wittekindshof trainierte Rose Rized (Daniele Porcu) lacht einen auch nicht gerade an.

Die von Andreas Löwe für das Gestüt Höny-Hof trainierte Salve Venetia (Ian Ferguson) und„Venezias“ Tante Salve Estelle (Marc Lerner), die allerdings für Höny-Hof von Waldemar Hickst vorbereitet wird, bringen dagegen wesentlich bessere Empfehlungen, auch von ihren Trainern, nach Hannover mit und sollten von daher die schärfsten Herausforderinnen von Arles sein. Werner Glanz‘ Eudokia ist wie die „Löwin“ Ausgleich II-Siegerin und Debütantin in dieser Klasse, da muss man sehen, ob sie in dieser Garnitur zu Recht kommt.

Im Rahmenprogramm der Hannoveraner Karte gibt es neben abwechslungsreichem Handicap-Sport drei Prüfungen für den Derbyjahrgang und zum Auftakt um 13.45 Uhr eine zwar harmlose E-Aufgabe über 1300 Meter, die aber durch die Teilnahme der beiden Black Type-Pferde Abendwind und Banana Split ein spannendes Sprintduell verspricht.

 

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