Hammer-Hansen und Pietsch: Die Top-Leute auf Sand

Lennart Hammer-Hansen und Alex Pietsch scheinen die Jockeys zu sein, die in ihrem Metier wahrscheinlich das Sagen haben werden. So haben beide am vergangenen Sonntag zweimal gepunktet, was für „Lenny“ bereits Treffer Nummer fünf und die Spitzenposition bedeutet, während Alex Pietsch, Stunden zuvor auch schon bei der letzten deutschen Grasbahn-Veranstaltung in Bremen erfolgreich, inzwischen drei Sandbahnerfolge auf seinem Konto stehen hat, die ihm Platz zwei sichern.

Erfreulicher Nebeneffekt solch einträglicher Tage ist die Tatsache, dass man als erfolgreicher Reiter auch ein gefragter Mann für die kommenden Veranstaltungen ist und sich nicht sonderlich groß um Rittverpflichtungen bemühen muss. Begünstigt wird diese Situation natürlich noch dadurch, dass etliche Mitglieder der „Top Ten“ bei den Jockeys auf Sand nicht oder bald nicht mehr reiten werden.

Neben den in Katar für Monate weilenden Adrie de Vries und Marvin Suerland, dem zurückgetretenen Torsten Mundry sind dies mit Andrasch Starke, Andreas Suborics, Filip Minarik, der nach eigenen Angaben am letzten November-Sonntag seine letzten diesjährigen Einsätze hatte, und wohl bald auch Eddie Pedroza weitere klangvolle Namen.

Ihr Fernbleiben ist natürlich für andere die Chance, mehr als bislang ins Blickfeld zu gelangen. Alex Pietsch und Lennart Hammer-Hansen haben dies in den vergangenen Wochen nachhaltig getan. Nun ist es an Jockeys wie Pascal Jonathan Werning, der seine beste Saison der Karriere absolviert, oder Rene Piechulek, der nach seiner Verletzungspause noch immer auf den ersten Treffer warten muss, etwas für ihren Ruf zu tun und damit verbunden auch für zahlreiche Ritte zu sorgen.

Gleich drei Frauen waren am vergangenen Sonntag erfolgreich, wobei Manuela Murke und Laura Gabriel ihre Erlaubnis, die sie als Nachwuchsreiterinnen genießen, erfolgreich zum Tragen brachten.
Warten auf Recke – so könnte nach zwei Tagen das Resumee bei den Trainern lauten, denn der amtierende Champion steht bei null Treffern.

„Ich würde gerne einmal ein Rennen gewinnen“, mit diesen Worten machte er sich vor der letzten Prüfung lachend auf den Weg zum Satteln von Askurant, der dann durchaus gute Momente besaß, doch in der Endabrechnung im geschlagenen Feld einkam, was an diesem Tag mehrfach der Fall war, während Grey Image, Der Spieler und Measured Response als Platzierte in etwa die Ehre des Stalls retteten.

Man muss sie wohl noch wecken die Recken aus Weilerswist, die ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Sandbahn-Rennen sind. Alle Welt spricht von Werner Baltromei, kaum einer von seinem Bruder Dirk. Dabei verfügt der 41-jährige, der auf Schloss Arff einem kleinen Lot vorsteht, sogar über einen Rekord, denn kein deutscher Trainer zeichnet für ein Pferd verantwortlich, das in der Saison 2008 sechs Handicaps gewann.

„Pinkie“, wie er von allen gerufen wird, hat dies mit dem in Eigenbesitz befindlichen New Fan geschafft, der nach vier Erfolgen auf der Grasbahn inzwischen bei beiden Terminen der neuen Sandbahn-Saison überlegen gewann und auf dem besten Wege ist, das zu schaffen, was ihm auf dem Rasen gelungen war.

Konstant auch die Form von Roland Dzubasz, der an diesem Sonntag im Übrigen sowohl in Bremen als auch in Dortmund, also in zwei aufeinander folgenden Schichten, Sieger stellte. Vor einer guten Saison dürfte Axel Kleinkorres stehen, der mit Ruvano über ein Pferd gewann, das kaum bei dem einen Treffer vom Sonntag stehen bleiben dürfte.

Denn zu überlegen hatte er die Konkurrenz, die im Grunde keine war, abgefertigt, und als Nächster könnte dann schon Espataco folgen. Beste Stimmung dürfte bei Peter Hirschberger geherrscht haben, erzielte der Leipziger doch mit Rosegarden seinen 500. Sieg als Trainer und das für einheimische Interessen.

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