Der Große Preis von Aying – BBAG Auktionsrennen München – am Freitag auf der Galopprennbahn in Riem hielt, was es versprach. Spannung pur gab es in dieser mit 50.000 Euro dotierten Meilen-Prüfung für den Derby-Jahrgang. Und wie nicht anders zu erwarten, stand das Rennen ganz im Zeichen einer großen Revanche zu einem ähnlichen Event in Hamburg.
Damals hatte der Auenqueller Glad Eagle (Foto) die Oberhand gegen Event Open behalten, doch die Gewichte hatten sich deutlich zu Ungunsten des von Uwe Ostmann vorbereiteten Fantastic Light-Sohnes verschoben. Somit wurden die Karten ganz neu gemischt.
Nachdem Ottomax lange die Pace diktiert hatte, im Einlauf von den breit aufgefächerten Gegnern aber bald erreicht war, zog der Außenseiter Earl of Fire in bester Haltung in Front. Doch plötzlich zündete Terry Hellier an der Außenseite den Turbo von Glad Eagle.
Der ‚Adler‘ flog heran, nachdem er unterwegs wie Event Open in hinteren Regionen postiert war. Doch bei dieser Attacke geriet Glad Eagle deutlich aus der Spur, kam dabei dem immer stärker werdenden Event Open (Jean-Pierre Carvalho), der mit 25:10 erstaunlich kurz am Toto stand, in die Quere.
Am Ende behauptete der Ostmann-Vertreter, der sein viertes Rennen hintereinander gewann, einen knappen Vorteil gegen den starken Hefter-Schützling.
Nach langer Beratung beließ es die Rennleitung aber bei einer Überprüfung, wies den Protest des Lagers von Event Open zurück, und Glad Eagle (45:10) behielt den Sieg mit Hals-Vorteil, womit exakt der Horner Einlauf wieder Bestand hatte. Eine Super-Leistung mit 60 Kilo Höchstgewicht! Earl of Fire überzeugte als Dritter vor dem startschwierigen No Pardon, während Four Dancers früh keine Rolle mehr spielte.
Die Begründung der Stewards: Es habe zwar eine Behinderung gegeben, doch sei Glad Eagle immer das besser gehende Pferd gewesen, die Störung habe also keine rennentscheidende Bedeutung gehabt. Gerade ein schlechter Witz war die Platzuote auf Event Open von 10:10!
Für Glad Eagles Trainer Uwe Ostmann gab es auch in Meran einen tollen Erfolg. Denn die Stute Stella di Quattro siegte mit William Mongil im Sattel in einem 61.600 Euro-Listenrennen über 2200 Meter. Mitbesitzer Reinhard Ubber hatte noch am Sonntag die Meilen-Trophy in Hannover mit Forthe Millionkiss gewonnen. Platz drei ging Foreign Music (Michael Kinane/Hans-Jürgen Gröschel) ebenfalls an eine deutsche Lady.
Als Zweijähriger war Flashing Numbers platziert in einem Gruppe I-Rennen in Frankreich. Doch später lief nicht mehr alles nach Wunsch bei dem einstigen Turf Syndikats-Galopper. Nach einer überlangen Pause und einem ordentlichen Comeback in der neuen Heimat Tschechien galt der Fünfjährige als haushoher Favorit in einem Amateurreiten.
Vorneweg schien die 17:10-Chance, die in neuen Farben angetreten war, auch lange hinzukommen, doch mit gewaltigem Speed entriss ihm zuletzt noch sein neuer Landsmann Rare Delight (77:10, Andrea Hierer) den Sieg.
Die Gäste aus Osteuropa waren ohnehin in großer Form, denn in einem Maidenrennen für Dreijährige über 2000 Meter ging der Tiger Hill-Sohn Francesco (26:10), der in der Slowakei beheimatet ist, unter Andreas Suborics früh auf und davon.
Sehr einträgliche Wochen liegen hinter der Hasslocher Trainerin Nina Bach. Da machte auch der Freitag keine Ausnahme. Sehr sicher verteidigte die als 29:10-Favoritin in einem Ausgleich III angetretene Navina (Adrie de Vries) gegen den heranstürmenden Nutbush einen Vorsprung.
Und dann dauerte es nicht lange, ehe die im Familienbesitz stehende Patella (Alessandro Schikora, 53:10) mit ganz großem Speed in einem 1300 Meter-Ausgleich III gegen Sixth Sense und Roxaguna nachlegte. Der Kölner Jockey machte mit Attention Please (Start-Ziel-Sieg, 47:10) für Trainerin Jutta Mayer ein Doppel perfekt. Auch Andreas Suborics gelang noch ein zweiter Punkt durch Stall Goldbarrens Neuerwerbung Swing and Rock (17:10), die ein starkes Debut für Trainer Andreas Trybuhl gab, bei den Dreijährigen.
Getroffen wurde die Top 6-Wette (Garantie-Auszahlung 45.000 Euro), wobei trotz vieler Siege von Favoriten und Mitfavoriten die Quote 450.000:10 betrug.











