Gruppe-Sieg-Sammler Aspectus auf Tour in D?sseldorf

Mit der Referenz von fünf Gruppe-Siegen wird Gestüt Röttgens Aspectus (Foto) am Sonntag im zweiten Gruppe-Highlight des Henkel Diana-Renntages, in der Henkel-Trophy, in die Startboxen einrücken. Im Grunde ist weit und breit kein Konkurrent auszumachen, der auf solche Leistungen zurückgreifen kann. Aber dennoch, junge Meilenspezialisten sind nachgerückt.

Bewährte ältere Kandidaten wie der ebenfalls schon zweimal auf Gruppe-Ebene erfolgreiche Mharadono sind natürlich auch an einem besten Tag in der Lage, zuzuschlagen.

Zweijährig Gewinner des Preis des Winterfavoriten, Dreijährig Sieger im Dr. Busch-Memorial und Oppenheim-Union-Rennen, vierjährig in der Hessen-Meile erfolgreich und in diesem jahr Kampfsieger in der Badener Meile, das sind die Erfolgsstaionen von Aspectus, der nun sechs Lenze zählt und immerhin schon vier Trainerstationen hinter sich hat.

Für einen Röttgener recht bemerkenswert. Hans Blume in Heumar, Andre Fabre in Chantilly, Peter Rau in Warendorf und nach dessen Stabwechsel an Torsten Mundry ist er nun der Coach des Spectrum-Sohnes, der jüngst auf der Derby-Bahn in der Hamburger Meile, die erstmals als Franz-Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen entschieden wurde, als Achter unter seinen Möglichkeiten geblieben war.

Torsten Mundry: „In Hamburg kam er als letztes Pferd in den Einlauf, fand dann nicht entscheidend nach vorne. Die Bahn war aber auch recht schnell, die vorderen Pferde kamen nicht zurück. Wir haben Aspectus darufhin eine kleine Pause gegeben, haben die Hessen-Meile bewusst ausgelassen. Der Hengst gefällt mir sehr gut, wir müssten am Sonnatg eine erste Chance besitzen. Am Mittewoch läutete in Bad Doberan endlich wieder einmal die Siegesglocke für uns, wir hätten nichts dagegen, diese auch am Sonntag zu hören.“

Zwei in Hamburg erfolgreiche Pferde gehen nun in der NRW-Landeshauptstadt auf Gruppe-Jagd. Für die dreijährige Caro Jina, die von Andreas Trybuhl in Köln vorbereitet wird, ist dies kein Neuland. Sie setzte sich im Preis der Spielbank nach einer spannenden Partie in Szene und kam bereits bei ihrem fünften Lebenstart zu Gruppe-Lorbeer.

Das dürfte für die Zukunft noch einiges erwarten lassen. Four Dancers setzte sich in Hamburg als großer Außenseiter in einem Ausgleich I durch, muss nun einen Sprung bewältigen. Fährhofs Querari musste in der Frankfurter Hessen-Meile lediglich dem turmhoch überlegenen Sehrezad den Vortritt lassen.

„Wir hatten das Düsseldorfer Rennen nicht unbedingt auf der Agenda stehen, doch es ist überschaubar geworden und so haben wir uns für einen Start mit Querari in der Henkel-Trophy entschieden“, so Andreas Wöhler.

Ebenfalls platziert auf Gruppe-Ebene war der gleichaltrige King of Sydney, der bei dieser Gelegenheit im Krefelder Dr. Busch-Memorial als Dritter zu Irian und Daring Tiger vor Querari und Sabantuy blieb. Sein letzter Auftritt war im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen fällig, wo King of Sydney allerdings nicht in die Entscheidung eingreifen konnte. Sehr gut verkaufte sich der Recke-Schützling Sabantuy im Prix Paul de Moussac auf Gruppe-III-Ebene, als er als Fünfter lange standhielt.

Der norwegische Gast Tertullus lässt sich über den in Deutschland schon bestens bekannten Apple au Maitre, zuletzt noch Dritter im Deutschland-Preis, recht gut einstufen. Gegen ihn war er schon mehrfach chancenlos, dürfte etliche Kilos unter Appel au Maitre liegen. Dennoch sollte man den aus deutscher Zucht stammenden Gast aus Norwegen nicht vorzeitig abschreiben.

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