Gro?es ‚Caspar‘-Theater im K?lner Mehl-M?lhens-Rennen

Das war mal eine richtige Zugnummer an diesem Pfingstmonatg im Weidenpescher-Park. Mit dem Kölner Mehl-Mülhens-Rennen, den deutschen 2000 Guineas, stand die erste klassische Prüfung auf dem Programm und wieder war dieses mit deutschen Klasse-Pferden bestückte Feld, mit sehr guten ausländischen Gästen verfeinert worden.

Sechs mal ging das Rennen seit dem Jahr 2000 auf die Insel und auch heute standen die Chancen auf einen englischen Sieg gar nicht schlecht. Mit dem von Alan McCabe trainierten Caspar Netscher stand ein richtiger Brocken auf der Starterliste. Und auch Red Duke aus dem Quartier von John Josef Quinn musste man beachten. Unter den Deutschen Pferden war es vor allem Werner Baltromeis Tai Chi, der am Toto am kürzesten stand und sogar noch stärker gewettet wurde als die Gäste.

Im Rennen selbst versteckte sich Caspar Netscher mit Steuermann Shane Kelly im hinteren Teil des Feldes. Vorne übernahm der von Mario Hofer trainierte Al Malek mit Andre Best das Kommando. Dahinter sah man den Schlenderhaner Axiom mit Rene Piechulek und den von Peter Schiergen vorbereiteten Amarillo, der mit Andrasch Starke an der Seite von Andreas Wöhlers Kolonel (Mirco Demuro) galoppietrte. Tai Chi (Johan Victoire) war zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Erscheinung getreten und sollte es auch im weiteren Verlauf des Rennens nicht schaffen. ‚Der Boden war zu abgetrocknet für ihn, aber er wird diesen Start auch noch benötigt haben‘, so Dominique Boeuf nach dem Rennen.

Noch im Schlussbogen hatte Al Malek die Führung inne, doch die Attacken sollten folgen. Innen war es Amarillo der den ersten Angriff setzte, doch dann öffnete sich genau vor Caspar Netscher (Foto) eine Lücke und der Dutch Art-Sohn hatte keine Mühen den Weg nach vorne zu finden. Doch Amarillo wollte sich keinesfalls geschlagen geben. Für einen kurzen Moment hatte es den Anschein als könne der Holy Roman Emperor-Sohn den Vorteil ins Ziel retten, doch der englische Gast war zu stark.

Außen kam auf den letzten 200 Metern auch noch Red Duke stark auf und schaffte den Sprung in die Dreierwette. ‚Die Pace war ein wenig zu langsam für ihn‘, analysierte Jamie Spencer den Rennverlauf. Im Quartier des Sieges war die Freude natürlich groß. ‚Es war sein größter Sieg‘, sagte Alan McCabe. Und auch Shane Kelly war voll des Lobes für seinen Partner. ‚Er ist problemlos zu reiten und ich habe heute voll auf seinen Speed gesetzt.‘

Doch auch die Deutschen Trainer zeigten sich mit den gezeigten Leistungen ihrer Schützlinge zufrieden. ‚Ich habe kurz gedacht, dass Amarillo es durchstehen kann, aber der Sieger ist ein wirklich starkes Pferd‘, so Peter Schiergen. Ebenfalls zufrieden zeigte sich Jens Hirschberger. ‚Energizer und Axiom wurden von zwei wirklich sehr guten Pferden geschlagen. Das war schon in Ordnung heute.‘ (Video ansehen)

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