Seinen ersten Zweijährigen in dieser Saison sattelte Torsten Mundry am Sonntag in Hannover. Und in den Farben des Gestüts Brümmerhof gab der auch von Gregor Baums Zuchtstätte gezogene Diego einen glänzenden Einstand.
Der 29:10-Co-Favorit, der gleich mit Scheuklappen aufgeboten wurde, kam zuletzt noch sicher an dem ebenfalls sehr stark debütierenden Glueckskeks vorbei, während der 20:10-Favorit Saturin trotz seiner Routine am Ende nicht weiterzog und nur Dritter wurde.
Diego, ein High Chaparral-Sohn, gefällt als Bruder der klassisch platzierten Dominante und besitzt Engagements für das Badener Zukunftsrennen und den Preis des Winterfavoriten. ‚Er sollte ein besseres Pferd sein, heute ist er zum ersten Mal auf Gras galoppiert‘, sagte Trainer Torsten Mundry (Video ansehen).
Und Vereinspräsident Gregor Baum durfte eine halbe Stunde später gleich noch einmal jubeln, denn die Brümmerhoferin Glamorous (Andrasch Starke/Peter Schiergen, 37:10) schaffte nach einer Flut an Platzierungen endlich den ersten Sieg in einer 1600 Meter-Prüfung, der gegen Latin Quarter und die heranfliegenden Debütantin Flowerbomb überlegen ausfiel.
Allen Vorschusslorbeeren gerecht wurde der Schlenderhaner Abydos (Archivfoto, Adrie de Vries/Jens Hirschberger, 24:10) in einem 2200 Meter-Ausgleich III, den er leicht vor dem noch zügig aufkommenden Earl of Winds und Wild Danger gewann.
Adrie de Vries agierte ohnehin in Überform, denn nach dem Listenrennen und dem Auktionsrennen markierte er auf Dosimo (70:10, zweiter Tagestreffer für Markus Münch) in der Wettchance des Tages über 1600 Meter seinen vierten Erfolg an diesem Nachmittag! Die Plätze belegten Cedrik, Royal Kiss und Keno. Die Viererwette bezahlte 4.395:10 Euro.
Nach Foto geschlagen geben musste sich der Ittlinger Landero in einer 2200 Meter-Dreijährigen-Prüfung gegen die 490:10-Chance Staying Alive (Wladimir Panov/Christian Sprengel, während der Favorit Milago und die Rosenreihe-Schwester Rosennähe enttäuschten.
Endlich war im abschließenden 2400 Meter-Handicap die Durststrecke des Gestüts Auenquelle vorbei, als sich die Dreijährige Oriental Beauty (Andreas Helfenbein/Uwe Ostmann, 25:10) Start-Ziel durchsetzte und damit den ersten Deutschland-Sieg der Zuchtstätte in dieser Saison erzielte, was kurz vorher mit Auenjäger in Frankfurt noch nicht geklappt hatte.
Leider hatte die Veranstaltung in Hannover bereits mit einer erheblichen Verzögerung begonnen, die allerdings in Frankfurt noch erheblicher war. Im einleitenden 1600 Meter-Rennen behauptete sich My Day (Eugen Frank/Sarka Schütz) sicher gegen Waldlord und Malikah Moheba.
Die Wettanimation nahm diesmal die aktuell verletzte Reiterin Steffi Hofer gemeinsam mit Gunther Barth vor. Der Umsatz in den zehn Prüfungen belief sich auf ca. 240.000 Euro.








