Am Sonntag ist es soweit. In Köln wird der 55. Preis von Europa und damit nicht nur ein absoluter Traditionstitel, sondern auch gleichzeitig das Weidenpescher Saisonhighlight entschieden. 155.000 Euro sind für über 2400 Meter Prüfung der Gruppe I ausgelobt. Eckhard Sauren, Präsident des Kölner Renn-Vereins, wird am Sonntag auch nicht ganz unparteiisch auf der Tribüne sitzen, denn der in seinem Besitz stehende dreijährige Rip Van Winkle-Sohn Real Value (Alexander Pietsch) wurde am Mittwoch nachgenannt. Der Sieger des Großen Preis des Audi-Zentrums Hannover (Gr. III) wird von Mario Hofer trainiert und hat in Hannover nach einem taktisch klugen Ritt von Fabrice Veron gewonnen. Auch am Sonntag sollte Real Value zu den chancenreichen Pferden zählen (Zum Langzeitmarkt).
Generell scheint der klassische Jahrgang in diesem Rennen stark zu beachten sein. Das Hauptaugenmerk liegt dabei klar auf der Revanchepartie aus dem Deutschen Derby zwischen dem von Markus Klug für das Gestüt Röttgen trainierten Windstoß (Adrie de Vries) und Peter Schiergens Ittlinger Enjoy Vijay (Andrasch Starke). Favorisiert ist allerdings der damalige Derby-Favorit Colomano (Eduardo Pedroza), der in Hamburg ganz viel Pech hatte.
Allerdings haben die vergangenen Jahre auch gezeigt, dass es die Dreijährigen nicht immer leicht hatten. Aus der Riege der älteren Pferde ist es der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Ullmann-Crack Savoir Vivre dem unter Champion Filip Minarik die größten Chancen eingeräumt werden. Der vierjährige Adlerflug-Sohn kommt erst zum dritten Mal in diesem Jahr an den Start, zum ersten Mal überhaupt in Deutschland. Zweimal startete er in Deauville und wurde Sechster im Prix de Reux (Gr. III) und Vierter im Grand Prix de Deauville (Gr. II). In Köln legte er im vergangenen Jahr seine Maidenschaft ab und wurde anschließend Fünfter in der „Union“.
Mehr zum Preis von Europa, sowie die Stimmen aller beteiligten Trainer lesen Sie in der am Freitag erscheinenden Ausgabe der „Sport-Welt“.













