Auf Prince Flori absolvierte er vor wenigen Wochen den ersten Derby-Ritt seiner Karriere. Auch wenn der Hengst keine entscheidende Rolle spielte, war er als Gruppesieger im Frankfurter Metzlerpreis ein guter Schrittmacher für den jungen Jockey Henk Grewe (Foto) in dieser Saison.
Am Freitag, bei der Abendveranstaltung auf der Neusser Sandbahn, durfte sich Grewe wieder freuen, schaffte einen Doppelerfolg. Zusammen mit Trainerin Erika Mäder gelang ihm der Zweifach-Sieg mit Amorazzo (zahlte mit 125:10 in der Maidenklasse erstaunlich viel) und dem Start-Ziel im ersten Ausgleich III erfolgreichen Sandbahnspezialisten Eurofighter (58:10).
Im Falle von Eurofighter war die Entscheidung sehr früh gefalllen, denn dieser legte vorne bequem zu, verwies die Riesenaußenseiter Abacco und Ragila auf die Plätze, die die Dreierwette auf über 25.000:10 hochtrieben. ‚Auf Sand blüht er auf, Hindernisrennen wird er keine mehr bestreiten‘, erklärte seine Trainerin.
Auch im Alter von zehn Jahren ist Ana Bodenhagens Ex-Equitana-Pferd Mr. Prado noch zu Top-Leistungen in der Lage. Mit Tarkan Vardik canterte er als 29:10-Favorit im Nachwuchsreiten auf sieben Längen Start-Ziel davon. Interessant: Mr. Prado hatte genau dieses Rennen vor einem Jahr ebenfalls gewonnen, allerdings wurde es damals auf Gras gelaufen. Ein echter Allrounder also!
Bei den Dreijährigen war Speedy Directa (32:10) aus dem Formstall von Christian von der Recke mit Adrie de Vries früh souverän. In Top-Verfassung präsentierten sich auch die Pferde des Hannoveraners Christian Sprengel, der doppelt punktete..
Maria Papke bewies zunächst auf Philosoph (32:10) viel Übersicht im Ausgleich IV, ehe El Vettorio mit Marc Timpelan (29:10) eine Klasse höher mit viel Speed noch gegen Oster König hinkam und einen weiteren Sieg eines Favoriten markierte. ‚Er ist eigentlich gar nicht unbedingt ein Sandbahnpferd, hatte anfangs Mühe mitzugehen‘, sagte Sprengel.
‚Für mich gewinnt ein Schimmel, die kann ich im Rennen am besten erkennen‘, flachste Rennkommentator Manfred Chapman vor dem Schützen-Rennen. Und tatsächlich war gegen Esprit auf der 50-Meter-Strecke kein Kraut gewachsen. Die Dreierwette wurde nicht getroffen (Jackpot: 283,79 Euro!).
Das abschließende Rennen ging an Pinea (57:10) aus dem Quartier von Nina Bach, mit der Hana Mouchova genau im richtigen Moment innen durch eine Lücke stieß.
Es war bei Temperaturen um die 16 Grad eine gelungene Abendveranstaltung am Hessentor. Der Umsatz belief sich allerdings auf karge 82.168 Euro.











