Eigentlich hatte man am Sonntag auf einen Zweikampf spekuliert, doch dazu kam es in einem 1950 Meter-Altersgewichtsrennen nicht. Der Fährhofer Solapur (20:10) und Libon (22:10) schienen die Partie unter sich ausmachen zu können, aber am Ende durfte das Team um Lokalmatador Norbert Sauer jubeln.
Der von dem Altmeister vorbereitete Denango (89:10, Henk Grewe) hatte unterwegs als Dritter hinter Libon und Solapur früh guten Anschluss.
Und schon im Schlussbogen fiel auf, dass der Acatenango-Sohn noch in bestechender Haltung galoppierte. Auch der führende Libon ging weiter, während Solapur beim ersten Start nach einer mehr als halbjährigen Pause klar auf dem Rückzug war.
Zwar verteidigte sich Libon zunächst in der Geraden. Als jedoch Denango so richtig Tritt gefasst hatte, war die Entscheidung schnell zugunsten des Dortmunders gefallen, der sich wieder voll gefunden zu haben scheint.
Libon überzeugte auch als Zweiter, während weit zurück The Lemonpie das dritte Geld eroberte. ‚Wir gehen nun wieder nach Frankreich‘, sagte Siegtrainer Norbert Sauer.
Und wo war Solapur? Der Favorit passierte als völlig geschlagener Fünfter die Ziellinie, war die Enttäuschung der Prüfung. ‚Wir haben keine Erklärung‘, hieß es aus seinem Umfeld.
Jockey Henk Grewe sicherte sich auch die 2500 Meter-Prüfung mit Pferden besserer Klasse. Hier stiefelte der im Besitz von Hartmut Bolte stehende und von seinem Sohn Dr. Andreas Bolte ins Rennen geschickte Captain Camelot (35:10) früh meilenweit vor der Konkurrenz einher. ‚Er macht auf der Sandbahn weiter‘, signalisierte der Trainer.
Ghaayer und Bo Jangles eroberten die besten Platzgelder, während die 16:10-Favoritin Lunduv offenbar mit der Sandbahn überhaupt nicht zurecht kam. Die nach Klasse klar über den Gegnern stehende Stute trudelte abgehängt als Allerletzte im Fünferfeld ins Ziel. ‚Keine Erklärung‘, lautete der knappe Kommentar ihrer Mannschaft.
In der Wettchance des Tages landete Ogina Rheinberg (64:10, Tamara Roggendorf) nach einem Rennen aus dem Vordertreffen einen sehr sicheren Erfolg vor dem Piloten Noble War und dem spät anpackenden Favoriten Alrescha sowie Tropenlady. Die Viererwette bezahlte 66.950:10 Euro.
Für sein großes Startpech zuletzt entschädigte sich Christian von der Reckes Giant Gino (Sabrina Wandt, 33:10) im finalen 1700 Meter-Handicap, als sich der Wallach noch sehr leicht an Montani und Atlantic Fantasy vorbeischob. Der Umsatz nach acht Rennen belief sich auf rund 140.000 Euro.










