Grauert-Gl?ck geht weiter: El Tango dominiert die Steher

„Trainer, wir brauchen nicht laufen, wenn wir nicht gewinnen“, soll Dirk Grauert vor dem Kaba Badener Steher-Cup gesagt haben. Beirren ließ sich Peter Schiergen davon nicht. Mitte der Geraden war klar, warum.

El Tango machte das 2800 Meter-Rennen am Mittwoch zu einer „One horse show“, ließ seiner neunköpfigen Gegnerschaft nicht den Hauch einer Chance und gewann leicht mit 4 1/2 Längen.

Erstmals in den Farben des Stalles Mydlinghoven am Ablauf, feierte der Wittekindshofer seinen fünften Sieg und schraubte seine Gewinnsumme über die 100.000 Euro Marke. Seinen bisherigen Karriere-Höhepunkt markierte El Tango im letztjährigen St Leger, als er bei ähnlichen Bedingungen auf und davon ging.

Für Dirk Grauert, der hinter dem Stall Mydlinghoven steht, geht die Super-Serie seiner Neu-Einkäufe somit weiter. Was er anpackt, gelingt. Sein bisher bester Einkauf war sicher der Fährhofer Laveron, der in Frankreich über die Hindernisse zum mehrfachen Gruppe I-Sieger avancierte.

Ein mittelfristiges Ziel von El Tango, der Terry Hellier im Sattel hatte und am Toto 27:10 zahlte, ist das Italienische St Leger, das Grauert bereits mit Noel gewann. „Vorher könnte er noch einmal in Deutschland starten, wird aber mit Sicherheit auf der Steher-Distanz bleiben“, so Schiergen nach dem mit 18.000 Euro für den Sieger dotierten Rennen.

Auf dem zweiten Platz hinter einem überlegenen Sieger landete die vierjährige Stute Koffibini (153:10-Chance), die unter Jozef Bojko eine hevrorragende Partie ablieferte. Dritter wurde Soterio (96:10) mit dem französischen Talent Johan Victoire im Sattel.

Der hoch gehandelte dreijärhige N’oubliez jamais (44:10 Co-Favorit) hatte unter Andrasch Starke keine Chance und wurde nur Fünfter. Und auch Amoroso (56:10) fand auf dem stark aufgeweichten Boden nie in die Partie.

Nach Penelope Star am Vortag sorgte El Tango für einen weiteren Treffer des verstorbenen Fährhofer Champion Acatenango, dessen Nachkommen eigentlich auf schnellerem Boden ihre Höchstleistungen abrufen.

Die Eröffnung am Mittwoch hatten die Zweijährigen gemacht. Dabei hatte die Anabaa Blue-Tochter Loa Loa aus dem Stall von Andreas Wöhler das beste Ende für sich, gewann das mit 12.000 Euro dotierte Rennen unter Eduardo Pedroza als 43:10-Chance.

Das vermeintlich beste Pferd des Rennens wollen die Kenner der Szene allerdings in Pakama, einer von Mario Hofer trainierten Tochter der Diana-Siegerin Puntilla, gesehen haben, die am Ende noch richtig auf Touren kam und Zweite wurde. Einen Hals dahinter landete die Wettmarktfavoritin Sleekly Tigress, deren Besitzer Georg Baron von Ullmann am Donnerstag an der Oos erwartet wird.

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