Ohne deutsche Beteiligung findet am Sonntag das zu Gruppe I zählende und mit 264.000 Euro dotierte Gran Criterium über 1500 Meter statt. Acht Aspiranten, so der Stand am Donnerstag, werden maximal in die Boxen einrücken. Mit guten Chancen tut dies der zuletzt zweimal in Folge erfolgreiche Lord of England-Sohn Filou aus dem Quartier von Thomas Ballmoos. Aber auch der Listen-Rennen-erfahrene, wenn in dieser Klasse auch noch sieglose, Grey Greezly ist durchaus stärker zu beachten. Einen guten Ansatz auf Listen-Parkett weist auch der Formspiegel des von Stefano Botti trainierten Priore Philip auf. Mit einem zweiten Platz machte der Dane Friendly-Sohn auf sich aufmerksam. Hinzu kommt, dass sein Trainer besonders in den großen Rennen immer wieder Volltreffer landet.
Auch wenn das Hauptereignis des Tages ohne hiesige Interessen auskommen muss, sind im Rahmen deutsche Pferde jedoch dabei. Im zur Gruppe III zählenden Premio Verziere-Memorial (77.000 Euro), ein Stutenrennen über 2000 Meter, kommt ein deutsches Trio an den Start. Wer von den deutschen Ladies die besten Chancen besitzt, ist schwer zu sagen. Vielleicht kann sich Miroslav Rulec Linarda nach einem unglücklichen fünften Platz in einem Mailänder Listenrennen rehabilitieren. Auch von der von Andreas Wöhler trainierten Fährhoferin Quaduna, zuletzt Siebte im Berenberg Cup, wird eine Steigerung verlangt. Gleiches gilt wohl für ihre Trainingsgefährtin Neckara, die nach einem vielversprechenden Saisonauftakt zuletzt nicht so recht überzeugte. Im Großen Preis von German Tote (Gr. III) auf der Neuen Bult von Hannover war die Shirocco-Tochter lediglich Zwölfte hinter der Siegerin Fitful Skies geworden. Auch in ihrem Falle wird es ohne eine angemessene Leistungssteigerung schwer werden, in Mailand etwas Zählbares mitzunehmen.









