So langsam aber sicher gehen einem die Superlative in puncto Goldikova aus. Die Vorstellung, die die fünfjährige Anabaa-Tochter am Dienstag bei ihrem neunten Gruppe I-Treffer in den Queen Anne Stakes 2010 in Royal Ascot hinlegte, war wieder einfach nur atemberaubend.
Die von Freddie Head (Foto) für die Gebrüder Wertheimer trainiertte Super-Stute nahm bereits etwas mehr als 400 Meter vor dem Ziel die Spitze und löste sich umgehend auf drei Längen vom Feld.
Johnny Murtagh, der auf Rip Van Winkle und damit einem der beiden Goldikova-Herausforderer saß, musste sich zu diesem Zeitpunkt bereits schwer rühren und saß auf einem geschlagenen Pferd.
Mit Vollpower ritt Olivier Peslier Goldikova, die zu einem Kurs von 23:10 in Ascot gestartet war, an der Spitze weiter. Aus dem Feld schickte sich aber alsbald Paco Boy an, für England auf den Plan zu treten. Der Schützling von Richard Hannon wurde von Stalljockey Richard Hughes lange versteckt, ehe er sich auf die Verfolgung machte. Paco Boy war der zweite Kandidat, auf den Goldikova aufpassen musste und das tat sie auch.
Goldikova hatte einen nützlichen Vorteil in der 250.000-Pfund-Prüfung und zehrte davon. Mit jedem Galoppsprung verkürzte Paco Boy auf den letzten 200 Metern zwar den Rückstand, doch erreichte er Goldikova bis ins Ziel nicht mehr ganz, schloss nur noch bis auf einen Hals auf. Das Pärchen hatte sich mehr als drei Längen vom drittplatzierten Dream Eater (J. Fortune, 510:10) gelöst, insgesamt waren zehn Pferde in der Top-Meilenprpüfung angetreten (Video ansehen).
Goldikova war Freddie Heads erste Siegerin als Trainer in Royal Ascot und der Coach sagte: ‚Wenn Goldivova an der Spitze ist, kämpft sie immer weiter, gibt sich nicht geschlagen. Sie hat immer noch etwas zuzulegen.‘
Nur wenig später punktete Equiano in den King’s Stand Stakes auf oberster Gruppe-Ebene auf der 1000 Meter-Strecke in bester Manier. Michael Hills hatte seinen Partner das ganze Rennen über in vorderster Front und ließ sich auch nicht vom Australier Nicconi (L. Dettori) beeindrucken, sondern stiefelte vorne zu einem fast schon lockeren Erfolg.
Auf den Plätzen landeten hier Markab (P. Cosgrave) und Borderlescott (N. Callan) nicht unbedingt Pferde, die man so weit vorne erwartet hätte. Die stärker berücksichtigten Kingsgate Native (R. Moore) und Nicconi entfalteten nicht die ganz große Durchschlagskraft, vor allem der Australier ließ schon viele Chancen am Start, als er schlecht wegkam. Equiano zahlte 55:10 in Ascot und war damit dritter Favorit.










