Gold Cup: Imperial Commander neuer Cheltenham-Star

Imperial Commander hat am Freitag in Cheltenham eine neue Ära des Hindernissports eingeleitet. Der Schützling von Nigel Twiston-Davies gewann den totesport Cheltenham Gold Cup, das wichtigste Rennen des viertägigen Cheltenham-Meetings mit sieben Längen Vorsprung gegen Denman (A. P. McCoy) und löste damit die Regentschaft der Nicholls-Stars Kauto Star und Denman in diesem Rennen ab.

Der Gold Cup-Sieger 2009, Kauto Star (R. Walsh), ging erneut als 17:10-Favorit in die Top-Prüfung, verpasste aber seine Bestleistung klar und war schon vor seinem Sturz am viertletzten Hindernis unter schwerem Druck. Vor allem sein Fehler am achten Sprung kostete ihn Momentum.

Vorne entwickelte sich ein Zweikampf – Carruthers (M Batchelor) musste als Frontrennen etwa einen Kilometer vor dem Ziel weichen – zwischen dem zunächst an die Spitze strebenden Denman und Imperial Commander, dessen Jockey Paddy Brennan noch am morgen des Rennens verlauten ließ, kein anderes Pferd als die 80:10-Chance im Gold Cup reiten zu wollen.

Und er sollte Recht behalten. Denn Imperial Commander löste sich nach einem Rennen an dritter Position zuletzt sehr locker von seinen Gegnern, brachte sieben Längen zwischen sich und Denman. Dahinter waren es dann 23 Längen zu Mon Mome (A. Coleman).

„Das ist es, wovon man als Kind träumt. Das Grand National ist sicher super zu gewinnen, aber der Gold Cup steht für mich noch darüber. Das ist bei weitem der beste Tag meines Lebens“, sagte Siegjockey Paddy Brennan nach seinem ersten Gold Cup-Erfolg.

Und Nigel Twiston-Davies: ‚Das ist einfach großartig. Ich dachte schon weit vor dem Ziel, dass Kauto Star in Schwierigkeiten sei, und war immer sehr zuversichtlich, dass Imperial Commander Siegchancen habe. Die Zweifel an seinem Stehvermögen sind nun ausgeräumt. Paul Nicholls hat mit Kauto Star und Denman einen tollen Job gemacht, aber wir brauchen neue Kräfte und Imperial Commander ist der Beste!‘

Auch Ruby Walsh meldete sich nach der bitteren Niederlage zu Wort. Als Demonstration des ‚Wellbeings‘ von Kauto Star saß Walsh nach dem Sturz des Superstars wieder auf und canterte vom Geläuf zurück, die Massen in Cheltenham waren beruhigt. ‚Der Fehler hat ihn heute schon stark beeinträchtigt. Nach dieser Aktion ging Kauto Star einfach nicht mehr so gut. In einem solch stark besetzten Rennen darf man sich diese Aussetzer nicht erlauben. Es war dann ein schwerer Sturz, aber Kauto Star geht es gut, das hat man gesehen‘, so Walsh.

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