Die Godolphin-Mannschaft von Sheikh Mohammed Al Maktoum hat sich für den Racing Carnival 2009 anscheinend sehr viel vorgenommen. War Trainer Saeed Bin Suroor bereits am ersten Renntag vor einer Woche zweimal erfolgreich, so gelang ihm am Donnerstag das gleiche Kunststück. Wieder wanderten zwei Rennen in den Stall des ehemaligen Polizisten.
Und wie vor acht Tagen, so konnte Südafrika-Coach Mike de Kock auch diesmal ’nur‘ einen Sieger im Absattelring empfangen. Das war gleich zu Beginn Hunting Tower, der das erste Rennen (siehe Santiago Atitlan-Text) gewann.
Doch schon in der nächsten Prüfung, einem 50.000 Dollar-Rennen über 1400 Meter (Sand), trug der Siegjockey, der Frankie Dettori hieß, den königsblauen Dress, als der Street Cry-Sohn Desert Party (28:10) gegen seinen Stallgefährten Regal Ransom gewann und die drei De Kock-Pferde leer ausgingen.
Und auch im letzten Rennen, einem 120.000 Dollar-Handicap auf der Meile, war es die gleiche Besitzer/Trainer/Jockey-Kombination, die mit der 75:10-Chance Aleandros erfolgreich war. Dabei wartete Dettori lange, um Kal Barg und Prince Shaun auf die Plätze zu verweisen.
Ohnehin war es der Tag der Dubai-Trainer, denn neben Suroor konnte sich auch Trainer Shooting-Star Mubarak Bin Shafya gleich zweimal in die Siegerliste eintragen. Zudem liefen zahlreiche seiner Pferde in die Platzierung.
Gravitas, früher einmal ein Gegner von Quijano, gewann ein 120.000 Dollar-Handicap über 2400 Meter der Grasbahn, sein Trainigsgefährte Gladiatorus, ein ehemals in Italien trainiertes Pferd, siegte trotz einer mehr als einjährigen Pause in der Jaguar XF Trophy, dem mit 175.000 Dollar Dotierung wichtigstem Handicap des Tages (1500 m, Gras). In beiden Fällen saß der junge Ahmed Ajtebi im Sattel.
Gladiatorus setzte sich nach einem mutigen Ritt Start-Ziel leicht gegen die Favoriten Calming Influence und Biarritz durch, hinter denen der Dubai Duty Free-Sieger Jay Peg deutlich zurück nur Vierter wurde. Doch dessen Trainer Herman Brown hatte bereits vor dem Rennen gesagt, dass sein Crack diesen Start nach einer Pause seit Mai noch benötigen wird.
Einen weiteren Dubai-Erfolg gab es in einem 110.000 Euro-Handicap über 1700 Meter der Sandbahn, als Trainer Ali Rashid Al Raihe mit Glen Nevis (Royston Ffrench) und Aamaaq (Richard Hills) die beiden Erstplatzierten stellte.
Für den einzigen europäischen Sieg sorgte als heißester Favorit des Abends in der drittletzten Prüfung, einem 2000 Meter-Handicap auf der Grasbahn (120.000 Euro), der von Luca Cumani trainierte Fünfjährige Presvis (19:10). Der Sakhee-Sohn setzte sich unter Ryan Moore in ausgezeichnetem Stil gegen Yaddree und Al Shemali, und damit zwei Bin Shayfa-Vertreter, durch.










