Zwei deutsche Grand Prix-Pferde waren an diesem Wochenende auf großer Auslandstour. Der Galopper des Jahres, Gestüt Fährhofs Quijano (Foto) war in Kanada im Einsatz, der Ex-Röttgener Dickens musste am Bosporus heran. Und beide Top-Steher zogen sich in ihren Rennen sehr gut aus der Affäre, kamen zu äußerst lukrativen Platzierungen.
Als Erster musste am Sonntagabend der nun für den Stall Mydlinghoven von Dirk Grauert startende Kallisto-Sohn Dickens (Hans Blume/Andreas Suborics) heran. Der Hengst sollte im Bosphorus Cup (2400 m, 400.000 US-Dollar) das schaffen, was vor zwölf Monaten seinem ehemaligen Trainingsgefährten Bussoni gelungen war.
Doch das schaffte der Fünfjährige nicht ganz. Hinter dem türkischen Favoriten Inspector (H.Karatas) und einem weiteren Türken namens Out of Control überquerte der Blume-Schützling als Dritter die Linie, blieb immerhin noch vor Godolphins Gravitas. Damit verdiente Dickens, der als vierter Favorit ins Rennen gegangen war, immerhin noch ca. 50.000 Dollar.
Noch mehr Geld gab es für den zweiten Platz von Quijano in den Northern Dancer Turf Stakes (2400 m, 750.000 Dollar). Der Fährhofer aus dem Asterblüte-Stall von Trainer Peter Schiergen, der natürlich von Stalljockey Andrasch Starke geritten wurde, musste nur die 40:10-Chance Champs Elysees (Trainer Bobby Frankel/Jockey Garret Gomez) vor sich dulden. Dritter wurde der Außenseiter Seaside Retreat.
Dabei war Quijano, der 15:10 auf Platz zahlte, nur hauchdünn geschlagen. Nachdem er zunächst in der vorderen Linie gelegen hatte, war der Fährhofer auf den fünften Platz zurückgefallen, bäumte sich aber noch einmal auf, kam wieder, und belegte hinter dem Sieger, einem Danehill-Sohn, der im Besitz von Khalid Abdullahs Juddmonte Farms steht, und ein Bruder der Top-Stuten Banks Hill und Intercontinental ist, einen ausgezeichneten zweiten Rang in diesem Grade-I-Rennen.
‚Ich bin sehr zufrieden, nun wird er wie geplant im Canadian International laufen. Er war schon geschlagen, kam danach noch einmal ganz groß wieder. Quijano hat toll gekämpft, wird in Kanada bleiben und in drei Wochen wieder antreten‘, so Peter Schiergen, für den dieser Sonntag natürlich ein ganz großer Tag war.











