Nach einer Durststrecke von 3 (!) Jahren gewann Gestüt Ebbeslohs Girolamo am Donnerstag in Saint-Cloud endlich wieder einmal ein Rennen. Der letzte Treffer war dem Dai Jin-Sohn aus dem Stall von Peter Schiergen am 30. Mai 2013 im Kölner Gerling-Preis auf Gruppe II-Parkett gelungen. Seitdem hatte es für den einstigen Preis von Europa-Helden viele „Ups“ aber auch eine ganze Menge „Downs“ auf den verschiedensten Ebenen gegeben.
Der Tiefpunkt war vermutlich vor zwei Wochen erreicht, als Girolamo in Straßburg in einer überschaubaren Course D-Aufgabe, die von Christian von der Reckes Shadow Sadness gewonnen wurde, nicht über den vierten Platz hinauskam und den Eindruck machte, als wollte er sich einfach nicht mehr anstrengen.
Am Donnerstag nun der überraschende Erfolg im mit 28.000 Euro dotierten Course D über 2400 Meter, der am Toto mit 103:10 fürstlich honoriert wurde, gegen Shadow Sadness und Andreas Wöhlers Rock Of Romance, der mit Eduardo Pedroza Dritter wurde. Maxim Guyon hielt Girolamo bis in den Einlauf im Mitteltreffen, während Pierre Charles Boudot auf Shadow Sadness ab der Hälfte der Distanz die Führung übernommen hatte. Diese verteidigte der „Recke“ auch sehr lange, musste sich aber etwa 100 Meter vor der Linie dem stärkeren Girolamo, den Guyon in der Geraden resolut eingesetzt hatte, beugen. Rock Of Romance kam als zweiter in die Geraden, viel nach einem Schwächemoment kurz zurück und kam dann wieder.
„Ich hatte ihm Scheuklappen angelegt, weil ich den Eindruck hatte, er setzt sich nicht mehr so ein und weil er unkonzentriert wirkte, schön dass es was genutzt hat“, sagte Peter Schiergen gegenüber GaloppOnline.de. Girolamo trug übrigens schon einmal Scheuklappen, das war am 3. Oktober 2015 in Köln, als er Zweiter zu Alaskakönigin wurde und dabei die Gruppepferde Night Wish und Rock of Romance hinter sich ließ.
Die deutsche Dreierwette zahlte 4.820:10, die Zweierwette 507:10.










