Am Sonntag findet in der Bremer Vahr der letzte große Derby-Test statt. Wer springt noch auf, auf den Express-Zug Richtung Hamburg? Diese Frage wird in der Hansestadt im sechsten Rennen, dem zur Listenklasse zählenden SWB-Derby-Trial (25.000 Euro) über 2200 Meter, beantwortet.
Im vergangenen Jahr gewann hier der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Moonshiner, der ohne später im Derby gelaufen zu sein, einer der besten Dreijährigen des Landes wurde. 2017 greift Carvalho mit Stall Ullmanns Instigator (Filip Minarik) an. Der Nayef-Sohn gewann sein Debüt in Köln gleich vielversprechend, der Sprung im Ittlingen Derby-Trial (Gr. III) erweis sich dann aber noch als zu hoch. Neben dem Ullmann-Galopper besitzen vier weitere Pferde in dem Bremer Trial eine Nennung für Hamburg. Bei den Buchmacher favorisiert ist Andreas Wöhlers Nerud (Jozef Bojko), der im XTIP Derby-Trial in Düsseldorf Zweiter und der später Sechster im von Warring States gewonnenen Bavarian Classic (Gr. III) wurde. Er ist kurioserweise der einzige Sieglose im Feld. Ihm folgt am Markt Andreas Suborics Fulminato (Andreas Helfenbein), der erstmals auf einer derart weiten Distanz an den Start kommen wird (Zum Langzeitmarkt).
Ebenfalls noch für das Derby eingeschrieben ist Royal Flag (Christian von der Recke/Erhan Yavuz). Der Jukebox Jury-Sohn sorgte in Hannover mit einem unverhofften Sprung über den Übergang dafür, dass der hinter ihm gehende Windstoß zu Fall kam, und brachte sich dadurch auch selbst um bessere Chancen. Das Bremer Gestüt Fährhof – Acatenango Derby-Trial (es war ein normales Dreijährigen-Rennen) gewonnen hat Walsingham (Waldemar Hickst/Stephen Hellyn), doch ist der Campanologist-Sohn nicht für Hamburg genannt. An der Klasse sollte er in diesem Rennen aber nicht scheitern und vielleicht kann er die Derby-Pferde ein weiteres Mal ärgern.
Mehr zum Renntag in Bremen, sowie ein große Interview mit Tonya Rogge, der Präsidentin des Bremer Rennvereins, lesen Sie in der nächsten Ausgabe der „Sport-Welt“, die am Donnerstag erscheint.












