Gesteigerter Orsello beeindruckt gegen starke Konkurrenz

Es war das Highlight am Karfreitag auf der Bremer Galopprennbahn. Das Dreijährigenrennen (10.000 Euro) über die Distanz von 2100 Metern war voll gespickt mit Hoffnungsträgern des Jahrgangs. Die Speerspitze bildete dabei der von Jens Hirschberger für Helga Endres trainierte Balu, doch der Sieg ging dank einer Klasse-Leistung an Orsello (Foto), der sich stark gesteigert präsentierte.

Nicht zuletzt durch Hirschbergers Erfolg mit Daring Storm genoss Balu (besitzt eine Derby-Nennung) am Toto viel Vertrauen. Aber auch Andreas Wöhlers Saint and Sinner in den Farben von Werner Heinz wurden gute Chancen eingeräumt. Ausgestattet mit Nennungen für das Deutsche Derby und das englische Pendant, präsentierte sich der Authorized-Sohn erstmals einem Rennbahnpublikum.

Doch es kam wie so oft anders. Nachdem sich Balu selbst um die Pace kümmerte und lange führte, wurde der Favorit auf der Zielgeraden schnell kürzer. Auch Saint and Sinner, der eifrig begann, kam noch nicht wirklich in Fahrt. Vorne machte dagegen der von Norbert Sauer trainierte Orsello (119:10) mit Dennis Schiergen ernst und setzte sich auf der Zielgeraden an die Spitze.

Relativ leicht konnte er sich dort den entscheidenden Vorteil verschaffen, so dass Deutschlands Top-Amateur auf den letzten Metern keine größeren Anstrengungen mehr unternehmen musste, seinen Partner zu einem eindrucksvollen Sieg gegen starke Konkurrenz zu führen (Video ansehen).

Innen machte auch der schnell endende Ebbesloher Empoli (Peter Schiergen/Filip Minarik) Werbung für seine Farben, Dritter wurde schließlich Saint and Sinnner, der diesen Start sicherlich noch gebraucht haben dürfte.

Orsello hingegen nutzte den Vorteil, schon einmal an den Start gekommen zu sein. Am 23. August wurde der für Inge und Rainer Hupe trainierte und vom Gestüt Fährhof gezogene Mount Nelson-Sohn in Köln über die Meile Neunter. Allerdings war die Distanz für ihn damals viel zu kurz.

„Er ist ein sehr gutes Pferd und hat sich stark gesteigert“, so Norbert Sauer nach der Siegerehrung. „Nach dem Rennen in Köln habe ich noch mit Simon Stokes gesprochen und er sagte mir, dass Orsello aus einer reinen Steherlinie kommt. Dementsprechend hoffnungsvoll war ich auch heute vor dem Rennen. Ich wäre in so einem stark besetzten Dreijährigenrennen aber auch mit dem zweiten Rang zufrieden gewesen“, so der glückliche Trainer weiter.

Man darf also gespannt auf den weiteren Werdegang des Sauer-Schützlings sein, der nun im Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler starten wird, aber natürlich auch für das „Blaue Band“ in Hamburg genannt ist. Bei RaceBets.com fiel der Derby-Kurs aus Orsello von 750 auf 400:10. Auch der Union-Kurs, die Norbert Sauer als übernächstes Ziel nannte, fiel auf 150:10 (Zum Langzeitmarkt).

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