Der Favorit schien zu wanken, fiel aber nicht, sondern gewann dank seines Kampfgeistes und eines in Überform reitenden Andrasch Starke. Das 123. Deutsche St. Leger, erstmals offen auch für ältere Pferde, endete mit einem mitreißenden Finish zwischen dem in den Farben des Stalles Mydlinghoven startenden El Tango (Foto) und der den Derby-Jahrgang exzellent vertretenden Scatina, das erst auf der Ziellinie zugunsten des 19:10-Favoriten El Tango entschieden wurde.
Somit war der Sieger des letzten deutschen Klassikers zum dritten Mal in Folge aus dem Kölner Stall von Peter Schiergen gekommen, der im letzten Jahr mit Derbysieger Schiaparelli und zwölf Monate zuvor mit eben jenem El Tango, der damals allerdings noch in den Farben des Gestüts Wittekindshof angetreten war, jetzt also der erste Doppelsieger in der Geschichte St. Legers ist.
Gehörigen Anteil am Sieg kommt Andrasch Starke zu, der von einem Erfolg zum anderen eilt. Ein Insider des Rennsports brachte es auf den Punkt, als er sagt, „einige Jockeys haben während ihrer Karriere nie einen sogenannten Lauf, Andrasch hat den drei- bis vier Mal pro Saison.“
‚Wahrscheinlich werden wir wie im Vorjahr als nächste Aufgabe das italienische St. Leger ansteuern“, sagte Trainer Peter Schiergen. Zufriedenheit auch im Lager der zweitplatzierten Scatina. „Alles okay, es gibt nichts zu jaulen. Scatina ist ein großes Rennen gelaufen. Peter hat zur Zeit ein glückliches Händchen, ihm gelingt derzeit einfach alles“, meinte Mario Hofer.












