Auch das zweite Grand Prix-Rennen der Saison geht in den Warendorfer Stall von Peter Rau. Nachdem sein Schützling Egerton vor drei Wochen den Jaxx Grand Prix-Aufgalopp in Köln gewann, war nun im Gerling-Preis, dem ersten Gruppe II-Rennen der deutschen Turfsaison, sein Trainingsgefährte Saddex (41:10) unter Eduardo Pedroza erfolgreich.
Doch es war eine Zitterpartie, denn erst auf den letzten Metern kam der Sadler’s Wells-Sohn an der Innenseite durch, hielt Bussoni knapp und konnte auch den starken Schlussangriff von Prince Flori abwehren. Drei Pferde stürmten also Kopf an Kopf über die Ziellinie.
Und der Zielpfosten stand für den Rau-Schützling, auf dem Pedroza bekanntlich für den verletzten Torsten Mundry einsprang, goldrichtig. Ein Kopf war sein Vorteil vor Hans Blumes Bussoni, der seinerseits mit einem kurzen Kopf vor Prince Flori blieb.
‚Er hat über Winter noch einmal einen Sprung gemacht. Ob er in Baden-Baden weitermacht, steht noch nicht fest. Ich hatte so früh im Jahr noch nie soviele Grand Prix-Pferde auf einmal‘, freute sich Siegtrainer Peter Rau nach Saddex‘ erstem Gruppesieg.
Zufrieden war man auch im Lager der Platzierten. ‚Leider hatte er nach dem Start eine schlechte Position, das könnte am Ende gefehlt haben‘, so Alida Blume zu Bussoni, während Sascha Smrczek mit Platz drei von Prince Flori ebenfalls leben konnte. ‚Er hatte einen starken Moment, der Jockey hatte sogar ein noch besseres Gefühl als in Baden-Baden‘, so Smrczek.
Die Enttäuschung des Rennens war natürlich der letzte Platz des 24:10-Favoriten Schiaparelli. Der Derbysieger aus dem Stall von Peter Schiergen kam nie für den Sieg in Frage, konnte nie an die vorderen Pferde herankommen. ‚Am Rennverlauf hat es nicht gelegen, der war o.k., so ein ernüchterter Trainer Peter Schiergen nach dem Rennen.












