Geht die deutsche Oaks-Bonanza in Italien immer weiter?

Siebenmal in den vergangenen 12 Jahren siegten deutsche Pferde in den italienischen Oaks. Am Samstag wird Italiens Klassiker über 2200 Meter, dotiert mit 330.000 Euro auf der San Siro Bahn von Mailand ausgetragen.

Dabei versucht die Röttgenerin Wilddrossel unter Eugen Frank gegen zwölf Gegnerinnen im Stutenderby des Stiefellandes in die großen Fußstapfen der deutschen Vorjahressiegerin und späteren Arc-Triumphatorin Danedream zu treten.

Früh hatte Trainer Markus Klug dieses Saisonziel der Dalakhani-Tochter ausgegeben. Nach einem überlegenen Saisondebüt in Bremen musste sich die Dreijährige in Hannover nur Black Arrow und dem späteren Derby Italiano-Sieger Feuerblitz geschlagen geben. Eine Aufwertung, die die Chancen der Röttgenerin auf einen erneuten deutschen Erfolg in Italiens Klassiker berechtigterweise steigen lassen.

Ihr Trainer Markus Klug: „Sie verrät in der Arbeit nicht viel, ein sehr phlegmatisches Pferd. Sie wird auf alle Fälle keinesfalls am Stehvermögen scheitern, da kann es auch noch ein paar hundert Meter weiter gehen.“

Ebenfalls in den Oaks startet die Sholokov-Tochter Rock my Heart aus der Zucht von Gerhard Kredel und im Besitz von Günter Merkel. Die Hickst-Stute wird von Alexander Pietsch gesteuert und hat sich jüngst mit einem fünften Rang auf Listenebene in Paris angekündigt.

Zu achten haben die deutschen Ladies besonders auf die Botti-Galopperin Cherry Collect, die von Fabio Branca gelenkt wird und sich mit einem Sieg im Premio Regina Elena (Gr III) empfohlen hat (Zum Langzeitmarkt) .

Noch besser könnten die Aussichten von Deutschlands bestem Meiler Alianthus mit Adrie de Vries im Sattel im Premio Carlo Vittadini (vormals Emilio Turati), der mit 104.600 Euro dotierten Gruppe II-Prüfung über die Meile sein.

Jens Hirschbergers Hernando-Sohn reist mit einer bei zwei Saisonstarts noch lupenreinen Weste nach Mailand und der Siebenjährige sollte gegen nur sechs Gegner eine allererste Chancen auf die Nachfolge von Vorjahressieger Worthadd, der jüngst im Badener Meilen-Grand Prix die Gegner beherrschte, besitzen (Zum Langzeitmarkt) .

Interessant ist auch aus deutscher Sicht der Premio Coppa d’Oro di Milano, ein Listenrennen, dotiert mit 41.800 Euro für Vierjährige und Ältere. Die 3000-Meter-Prüfung, ausgetragen auf der Großen Bahn, sieht voraussichtlich mit Caudillo, Flamingo Fantasy, Lacateno, Lignon’s Hero und Orsino fünf deutsche Pferde im Acht-Pferde-Aufgebot.

Dabei könnten die drei Erstgenannten ihr Aufeinandertreffen aus dem Oleander-Rennen in Hoppegarten erneuern, während Orsino, dessen Chancen bei elastischer Bahn nach Besitzermeinung steigen, nach einem sehenswerten Saisondebüt gegen den Botti-Galopper Lake Drop und den Feuerblitz-Bruder Fausto wieder am Start erscheint.

Der Mönchhofer läuft mittlerweile in den Farben des Österreichers Kurt Fekonja und wird nachwievor von Ralf Rohne auf dem Düsseldorfer Grafenberg trainiert. Im Sattel soll Cristian Demuro sitzen. Ebenfalls aus der Landeshauptstadt reist Flamingo Fantasy mit Daniele Porcu an.

Sein Trainer Sascha Smrczek: „In Hoppegarten hat er stark gepullt, weil kein Tempo vorhanden war. Das hat uns eine bessere Platzierung gekostet“.

Der Ittlinger Lacateno unter Adrie de Vries aus dem Formstall von Waldemar Hickst könnte das Zünglein an der Waage im Achterfeld sein, zumal seine Formkurve nach oben zeigt. Der Plersch-Schützling Lignon’s Hero hat sich den Feinschliff mit einem Sieg in München geholt und versucht sich mit dem Derby Italiano-Siegreiter Robert Havlin im Sattel.

Veteran Caudillo hat sich nach Angaben seines Trainers Andreas Bolte in der Arbeit von guter Seite gezeigt. Der Neunjährige wird von Luca Maniezzi geritten. Zu achten haben die Deutschen vor allem auf Cima de Pluie (Pierantonio Convertino) und Saratoga Black (Dario Vargiu).

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