Auch wenn er im letzten Jahr unter dem Namen Deutschland-Preis gelaufen wurde, der Hansa-Preis in Hamburg-Horn ist der ultimative Test der älteren Pferde auf Gruppe II-Ebene über die Steherdistanz. Am Sonntag steht wieder der fast schon altehrwürdige Titel über dem Rennen, der Hansa-Preis lockt auch im Jahr 2011 die Steherelite nach Hamburg-Horn.
70.000 Euro stehen über der Prüfung, die früher über 2200 Meter ausgetragen wurde, in der nun aber die Derbydistanz von 2400 Metern gefordert wird. Nach den Eindrücken aus Baden-Baden ist Russian Tango schon ein sehr chancenreicher Kandidat. Der Schützling aus dem Quartier von Andreas Wöhler und dem Besitz sowie der Zucht von Hamburgs Vizepräsident Albert Darboven könnte als Favorit die Reise aufnehmen (Zum Langzeitmarkt).
In Baden-Baden ließ der Tertullian-Sohn zuletzt mit Durban Thunder und Val Mondo heutige Gegner bereits recht deutlich hinter sich und gegen eine Formumkehr spricht eigentlich nicht viel. Außer vielleicht die 200 Meter weitere Strecke. Natürlich hat Russian Tango als Derby-Dritter 2010 bereits sein Stamina unter beweis gestellt, aber Tertullian als Vater vererbt in der Regel nicht unbedingt die größten Steher.
Wahrscheinlich schlägt bei dem Vierjährigen mehr seine Mutter durch. Der Schlenderhaner Solidaro, der zuletzt in Frankreich im toten Rennen auf dem ersten Platz über die Linie kam, muss nun auch noch weiter gestiegenen Ansprüchen gerecht werden. Adrie de Vries übernimmt den Ritt auf dem Monsun-Sohn, der sich durchaus auch auf Gruppe II-Level im Hansa-Preis behaupten kann. Von ihm hatte sich Trainer Jens Hirschberger schon immer eine ganze Menge erhofft.
Der Norweger Sir Lando gibt dem Grupperennen einen Hauch von Internationalität, wenngleich man schon sagen muss, dass man sich in der Hansestadt bestimmt etwas mehr Zuspruch aus dem Ausland gewünscht hätte. Immerhin ist ein neunköpfiges Aufgebot zusammen gekommen, das den Großen Preis von Lotto Hamburg, den Hansa-Preis 2011, zu einem faszinierenden Rennen macht. Lange Zeit sah es so aus, als ob Stall Salzburgs Wuderstute Night Magic das Aufgebot im Hansa-Preis bereichern würde, doch entschied man sich im Team von Wolfgang Figge nun um, Berlin-Hoppegarten soll das nächste Ziel der Sholokhov-Tochter sein.










