Es geht um das ganz große Geld am Sonntag in Düsseldorf. Nur vier Tage nachdem man dort zu einer Soiree lud, steht der Renntag rund um die German 1.000 Guineas an. Eine Woche nachdem in Köln der erste Hengste-Klassiker des Jahres auf dem Programm stand und das Rennen seine Anziehungskraft beim Publikum nicht verfehlte.
Nun geht man natürlich auch am Grafenberg von großem Zuschauerzuspruch aus. Es geht schließlich um 125.000 Euro und den so wertvollen Klassik-Sieg bei den dreijährigen Stuten. Auf dieser Bahn zuletzt schon erfolgreich war Gestüt Röttgens Dessau, die von Waldemar Hickst trainiert wird. Da sein erster Mann, Alexander Pietsch, nun doch aufgrund einer Verletzung ausfällt, verpflichtete man Shane Kelly für den Ritt auf der Soldier Hollow-Tochter. „Dessau hat gut gearbeitet, wir haben Shane Kelly gefragt und er war frei“, sagte Hickst am Donnerstag.
Auch Mario Hofer hat mit Survey eine sehr aussichtsreiche Starterin, die zuletzt im Karin Baronin von Ullmann Rennen die Nase vorne hatte und damit schon Gruppesiegerin ist. Der Klassik-Sieg wäre natürlich die Krönung für die Big Shuffle-Tochter. „Guter Boden ist für Survey von Vorteil“, sagt Mario Hofer, der weiter von der Zuverlässigkeit seiner Stute auf oberstem Parkett sehr angetan ist. „Wir haben sicher gute Chancen“, rundet der Krefelder Coach, der Terry Hellier für den Ritt auf der Sauren-Stute angegeben hat, ab.
Der Prüfstein für alle könnte in Electrelane zu sehen sein. Spätestens nach den Erfahrungen vom letzten Wochenende, als im Kölner Mehl-Mülhens-Rennen die englischen Gäste auf den Plätzen eins und drei einkamen, muss man auch Electralane große Chancen einräumen. Auch das Wöhler-Duo um Waldtraut und Paraisa ist interessant. Vor allem Waldtraut, die von Jozef Bojko geritten wird, aber auch die Fährhoferin Paraisa, für die Ted Durcan anreist, sollten von ihren jeweiligen Saisondebüts profitiert haben.
Beide kamen auf gehobene er Ebene auf Platz drei ein, könnten nun auch in den Kampf um den Sieg mit eingreifen. Ebenfalls zuzutrauen ist dieses Cherry Danon (Foto), die in Düsseldorf zuletzt nur nach Zielfotoentscheid unterlegen war und Ilena, die sich im von Survey gewonnenen Rennen ebenfalls auf dem Ehrenrang nur knapp geschlagen geben musste. Aber der Prüfstein – nicht nur nach offizieller Einschätzung – für alle, ist mit Sicherheit die englische Stute Electrelane (Zum Langzeitmarkt) .
Sie ist nach einer Band aus Brighton in Südengland benannt. Nicht, dass es bei einem eventuellen Sieg der Engländerin aus Versehen ein Stück dieser Band auf dem Grafenberg geboten wird und nicht erneut „God save the Queen“. Zumindest diesen Titel ist man in Deustchland nun ja schon gewohnt.









