Gefahr aus Belgien droht f?r die deutschen Winterrennen!

„Die deutschen Winterrennen sind in Gefahr“. Dieses Gerücht machte am Wochenende auf der Rennbahn in Düsseldorf die Runde. Der Grund für dieses, für niemanden wünschenswerte Horror-Szenario, ist eine Vereinbarung, die der französische Dachverband France Galop und das Totalisator-Unternehmen PMU mit dem Jockey-Club belge getroffen haben.

Vom 15. Oktober bis zum 20. Dezember sollen auf der Sandbahn in Ghlin sieben Renntage, die größtenteils unter der Woche stattfinden, mit einem Preisgeldvolumen von insgesamt 400.000 Euro durchgeführt werden.

Jeweils sechs Rennen werden pro Veranstaltung ausgetragen, wobei sich die Dotierungen zwischen 8.000 und 11.200 Euro bewegen. France Galop wird bei diesen Rennen nicht nur die Rennleitung stellen, sondern auch Nennungen für die Rennen müssen über France Galop abgegeben werden (gilt für Pferde, die bei France Galop bereits registriert sind), das eigens für die Belgien-Rennen eine Broschüre herausgegeben hat.

Die Auswirkungen der neu ausgeschriebenen Rennen sind für den deutschen Rennsport natürlich an einer Hand abzuzählen. Viele Starter aus den Benelux-Ländern hätten eine Alternative zu den Rennen in Deutschland, und auch deutsche Pferde könnten durchaus den Weg nach Belgien nehmen.

Die Rennen sind aber auch so ausgeschrieben, dass sicher verstärkt auch französische Trainer mit ihren Pferden in Ghlin starten werden. Nun wird es das Gebot für den deutschen Rennsport sein, möglicherweise ebenfalls mit der PMU ins Geschäft zu kommen, um in Puncto Rennpreisen mit den Belgien-Rennen konkurrieren zu können. Entsprechende Gespräche soll es bereits gegeben haben.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Fr., 31.07.Zweibrücken
Sa., 01.08.Köln
So., 02.08.Dresden, Düsseldorf
Sa., 08.08.Krefeld
So., 09.08.Hoppegarten, Cuxhaven
Sa., 15.08.Halle, Saarbrücken
Galopprennen in Frankreich
Di., 28.07.Compiegne
Mi., 29.07.Mont de Marsan
Do., 30.07.Vichy, Dieppe
Fr., 31.07.Senonnes, Dax