Es ist bereits häufiger vorgekommen, dass der ungarische Top-Sprinter Overdose kurz vor einem Comeback stand. Am Sonntag steht nun aller Voraussicht nach die Rückkehr des Starborough-Sohnes in Berlin-Hoppegarten auf dem Programm. Für die Berliner ist es natürlich ein willkommener Steilpass, um in der Hauptstadt und natürlich auch überregional mit ihm und seiner Präsenz zu werben, Zuschauer auf die wunderschöne Parkbahn vor den Toren Berlins zu locken, um eine gelungene Saisonpremiere feiern zu können.
Ohnehin fällt auf, dass das Team von Rennbahneigner Gerhard Schöningh schon seit längerer Zeit sehr umtriebig ist, beispielsweise beim Derby-Meeting 2010 in Hamburg-Horn anwesend war, um in eigener Sache die Werbetrommel zu rühren. Es tut sich etwas in Berlin-Hoppegarten, so viel steht fest. Und da kommt der Overdose-Start am Sonntag nur allzu gelegen, denn natürlich ist er die absolute Zugnummer des Renntages und wird die Massen erneut anlocken (Zum Langzeitmarkt).
Seine erste Niederlag widerfuhr Overdose, der in den englischen Medien stets als “Budapest Bullet“ beschrieben wird, in der Goldenen Peitsche von Baden-Baden 2010. Beim 15. Start musste er seine erste Niederlage hinnehmen, allerdings stand der Start in dem Gruppe-Examen für die Kurzstreckenspezialisten auch unter keinem guten Stern.
Zunächst wollte der Ungar mehrere Minuten nicht in die Startbox einrücken und dann galoppierte er „zu keinem Zeitpunkt im Rennen so wie ich es von ihm kenne“, ließ Weltklassejockey Christophe Soumillon nach dem Rennen verlauten.
So gesehen steht Overdose am Sonntag schon vor einer Bewährungsprobe, wenn er unter Andreas Suborics über die Minimaldistanz von 1000 Metern im Hoppegartener Fliegerpreis auf acht Gegner trifft. Immerhin um ein Preisgeld von 10.000 Euro geht es auf der Geraden Bahn in Berlin-Hoppegarten. Schärfster Gegner ist vor allem die Gesundheit von Overdose, denn immer wieder hatte er in der Vergangenheit bekanntlich Probleme mit seinen Hufen.
An seiner Klasse gibt es keinen Zweifel, am ehesten kommt da vielleicht noch Cocheese Bloodstocks Sapphire heran. Der Meshaheer-Sohn hat bei seien Frankreich-Ausflügen bereits gezeigt, dass er über genügend läuferisches Potenzial verfügt und gehört in dieser Gesellschaft in alle Überlegungen.
Auch wenn Aturo bereits etwas in die Jahre gekommen ist, sollte der Schützling von Lucien van der Meulen ebenfalls genügend Klasse besitzen, um an einem guten Tag ins Vordertreffen zu laufen und auch der bereits auf dieser Bahn siegreiche Shot to nothing könnte sich da noch einmischen.
Auf der Sandbahn sorgte im Winter Xi für Furore. Der amerikanisch gezogene Deputy Minister-Sohn könnte nach seinen Sandsiegen während der kalten Jahreszeit vor einer Woche in Düsseldorf auf einer etwas weiten Distanz engagiert gewesen sein, verdient im Fliegerpreis noch eine Chance.
Internationale Würze erlangt die Prüfung neben Overdose auch durch Always Winner, der aus Schweden anreist. Auch wenn er im letzten Jahr ohne Volltreffer geblieben ist, kann Trainerin Catharina Östlund ihre Pferde gleich siegfertig vorstellen. Hier trifft der in Argentinien gezogene Hengst allerdings schon starke Konkurrenten in einem alles in allem faszinierenden Sprint-Highlight.










