Ganz cool und fein gemacht ? Carina Fey und ihr Pio

Vor einer Woche hatte sie noch mangels Rittangebote den Dortmunder Renntag auslassen müssen. Doch sieben Tage später war die Welt für die am Kölner Stall von Andreas Löwe beschäftigte Carina Fey wieder in Ordnung.

Es war schon ein eindrucksvoller Sieg, den der für den Stall Bismarck aufgebotene Pio im Ausgleich III am Sonntag in Neuss erzielte. Denn über weite Teile des Rennens lag der Kornado-Sohn klar zurück am Ende des Achterfeldes.

„Er kam einfach nicht mit. Erst in der Gegenseite bot er sich etwas besser an, so dass ich wieder an meine Chance glaubte. Im Einlauf kam er groß auf Touren“, erklärte die junge Reiterin, die ihren 49. Sieg erzielte. Genau auf der Linie hatte Pio den vom Start weg führenden Eurofighter gestellt und so einen Außenseitersieg verhindert.

Der Finallauf in der RaceBets.com-Hürdenserie ging durch den von Carmen Bocskai vorbereiteten Sternfeld (Foto) in die Schweiz. Der Monsun-Sohn stammt aus der Zucht des Kölner Geschäftsführers Benedikt Faßbender und siegte nach einem Rennen aus der Reserve unter Julien Lemee, der am Zürich-Dielsdorfer Stall für die Hindernispferde der Trainerin zuständig ist.

Allerdings übertrieb der Franzose den Peitscheneinsatz in der Entscheidung, die ihm den ersten Deutschland-Sieg brachte. Stephan Ahrens, Eigner des zweitplatzierten Favoriten Smartian, siegte in der Sparte der Besitzer, während bei den Trainern Elfi Schnakenberg siegte und Paul Johnson sich die Wertung der Jockeys sicherte. Sowohl Ahrens als auch Schnakenberg wurden mit einem Wettkonto in Höhe von 500 Euro bedacht.

Eine längere Durststrecke ging im einleitenden Rennen zu Ende, als der zuletzt schon verbessert gelaufene Steinadler seiner in Warendorf ansässigen Trainerin Andrea Bertram zu zum ersten Erfolgserlebnis seit längerem verhalf. Unter Jiri Panik wurde der von seinem Besitzer Hans-Georg Fabian gezogene Auenadler-Sohn seiner Favoritenstellung gerecht und siegte auf der durch stundenlange starke Regenfälle aufgeweichten Bahn vor der lange führenden Give Roses und Lulac.

Knapp eine Stunde später erzielte Palik seinen zweiten Erfolg, als er dem Anhang des vor Ort von Thomas Horwart vorbereiteten Drakantero zu einer satten dreistelligen Quote verhalf. Start-Ziel behielt der 192:10-Außenseiter die Oberhand gegen Tressa und Folies Mina, während der favorisierte Silvanus in der Endphase den Rückzug antrat. „Endlich hat er einmal das gezeigt, was er sonst nur im Training geboten hatte, als Ausgleich-III-Pferde keine Chance gegen ihn hatten“, erklärte der Trainer.

Als Muster an Zuverlässigkeit erweist sich seit Monaten der von Georg Mayer trainierte Tagunas, der unter dem Auszubildenden Andre Jahn seine Speedqualitäten wieder einmal zum Tragen brachte und seinen zweiten Saisontreffer landete. „Den bringe wir nächste Woche noch einmal heraus“, erklärte Jürgen Mayer, der Sohn des Trainers und von Beruf Hufschmied.

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