Lange mussten die Fans bereits auf den nächsten Auftritt von Lucky Speed warten, der seit seinem Triumph im Deutschen Derby am ersten Sonntag im Juli nicht mehr an der Öffentlichkeit war. Der Hornoldendorfer geht nicht nach Dubai, sondern soll erst ab dem nächsten Frühjahr wieder angreifen.
Im Zuge dessen stellte GaloppOnline.de seinen Lesern die Frage, ob Lucky Speed 2014 in der Lage sei, im Ausland ein Gruppe I-Rennen zu gewinnen. Bei der Auswahl der drei wie immer vorgegebenen Antworten schwang vielleicht noch die bei den Hong Kong International Races genährte Skepsis mit.
Nur exakt ein Viertel der Umfrage-Teilnehmer sind optimistisch und kreuzten die Antwort „Ja, ganz sicher“ an. Die Antwort „Nur sehr schwer“ fand mit 38% der Stimmen ganz knapp gegen die restlichen 37% eine Mehrheit, die „Nein, niemals“ auswählten.
Lucky Speeds Papierform hätte vielleicht ein zuversichtlicheres Abstimmungsergebnis verdient, denn seine bei vier Starts einzige Niederlage bezog er Ende April von Vif Monsieur, der später im Preis von Europa Gruppe I platziert lief und mit einem Gruppe III-Erfolg ins Winterquartier ging.
Der im Derby (Video ansehen) von Lucky Speed bezwungene Tres Blue heftete später in Deauville das wertvollste Gruppe 2-Rennen Europas an seine Farben und bezwang dort Penglai Pavilion, der später als Fünfter im Arc eine ausgezeichnete Figur abgab.
So dürfte es kaum unmöglich sein, dass Lucky Speed auf den Spuren eines Pastorius wandelt, der Ende April mit dem Prix Ganay ein Gruppe I-Rennen aus dem Ausland nach Deutschland holte. Oder wenigstens auf denen von Feuerblitz, der Anfang November in Rom als vorläufig Letzter den deutschen Gruppe 1-Lauf in Italien fortsetzen konnte.
Deshalb vom Umfrage-Spaß zurück zum Wett-Ernst: RaceBets.com hat in seinem Langzeitbereich unter Deutschland ein umfangreiches Paket an Spezialwetten für die Saison 2014 geschnürt, in dem auch der Name Lucky Speed auftaucht.
60:10 sind dort für alle eine Okkasion, die seinen Verantwortlichen zutrauen, dass sie die nach wie vor verzögerte Auszahlung italienischer Preisgelder ignorieren und mit Lucky Speed einen Gruppe I-Angriff in Italien wagen. Es gibt nämlich sechsfaches Geld darauf, dass Lucky Speed irgendein Gruppe I-Rennen weltweit gewinnt, und im Stiefelland ist das erfahrungsgemäß am leichtesten zu schaffen.
Viel schwerer zu erzielen ist ein solcher Treffer natürlich im Normalfall in Frankreich und England, wo sich auch in kleinen Gruppe I-Feldern fast immer ein zwei absolute Topstars als klare Favoriten aufdrängen. Dafür steht ein Gruppe I-Triumph dort auch 260:10. Sämtliche 2014-Spezials sollten zügig gesichtet werden, bevor die guten Kurse weggekauft worden sind. (Zu den Spezials)













