Trainer Andre Fabre war sich schon Minuten vor dem Rennen seiner Sache ganz sicher. Der Meistercoach aus Chantilly signalisierte Besitzer Georg Baron von Ullmann, dass er fest mit einem Sieg von Shirocco (Foto) rechne. „Wir gewinnen gleich“, soll er gesagt haben.
Und nach den 2400 Metern des Breeders´ Cup Turf Ende Oktober in Belmont Park/New York durfte sich nicht nur Fabre bestätigt fühlen. Die deutsche Zucht erlebte zugleich einen der größten Triumphe überhaupt.
Die deutschen Turffreunde wissen diese herausragende Leistung zu schätzen und wählten Shirocco nun zum „Galopper des Jahres 2005“, wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen führte die Wahl – es handelt sich um Deutschlands ältestes Publikumsvotum im Fernsehen – in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk durch.
Ähnlich wie bei seinem Sieg in den USA setzte sich der Hengst locker durch. 52,9 Prozent der Anrufer entschieden sich für Shirocco, der damit fast doppelt so viele Stimmen bekam wie die Zweitplatzierte Gonbarda. Die Auenqueller Top-Stute, inzwischen an den Stall Godolphin von Sheikh Mohammed nach Dubai verkauft, kam auf 26,8 Prozent, während für Sprint-Star Lucky Strike 20,3 Prozent stimmten.
In der Fernsehsendung „Sport im Westen“ des WDR waren die drei Kandidaten am vergangenen Sonntag präsentiert worden, anschließend hatten die Zuschauer knapp zwei Stunden per Telefon abstimmen können.
In diesen Tagen bekommt Shirocco, dessen Mutter die IVA von Rüdiger Alles ehemals bei Goffs erwarb und nach Deutschland brachte, am Abo-Champion-Quartier von Andre Fabre Besuch von einem WDR-Team, das unter Leitung von Rene Alles einen Beitrag erstellt. Gesendet wird er am Sonntag, 22. Januar in „Sport im Westen“ im Westdeutschen Fernsehen von 21.45 Uhr bis 22.30 Uhr. Moderator ist Claus Lufen.
Natürlich werden auch die Gewinner der Publikumspreise (Reisen zu Galoppsportereignissen in Hongkong, Hamburg und Baden-Baden) bekannt gegeben.











