Am Dienstag steigt Kieren Fallon in Hoppegarten in den Sattel. Er reitet die Schlenderhanerin Karavel, da Andreas Suborics nicht mehr in Lohn und Brot ist, Terry Hellier das geforderte Gewicht von 54 Kilo nicht in den Sattel bringen kann.
In jedem Fall hast der Veranstalter gedankliche Freudensprünge gemacht, nachdem es zum Engagement des Jockeys gekommen ist. Nicht unmöglich, dass Fallon als frischer Sieger des Prix de l’Arc de Triomphe an den Start kommt, 48 Stunden vor Hoppegarten steht ja noch Longchamp auf dem Programm.
Seine Chancen auf der Hauptstadtrennbahn dürften auch nicht schlecht sein, denn mit der klassisch platzierten Karavel reitet er zweifellos eine der Favoritinnen im Saisonhöhepunkt auf diesem Kurs. Peter Schiergen, der vorerst nicht mehr viele Schlenderhaner auf Gruppe-Ebene aufbieten wird, gab gute Trainingseindrücke zu Protokoll und die Distanz von 2000 Metern dürfte ebenfalls ideal sein.
Zu schlagen ist in erster Linie eine Aufsteigerin der Saison: Die Artan-Tochter Waleria (Foto) katapultierte sich spätestens in Baden-Baden in die vorderste Linie der dreijährigen Stuten, als sie in souveräner Manier das Fürstenberg-Rennen gewann. Trainer Hans-Jürgen Gröschel hatte gleich nach dem Sieg dort den Preis der Einheit als nächstes Ziel genannt.
Den Ritt hat wieder Viktor Schulepov bekommen. Der Russe hatte die Stute bei ihrem Aufstieg begleitet, konnte allerdings in Baden-Baden verletzungsbedingt nicht in den Sattel steigen.
Ein starker Gegner für die Stuten ist natürlich Saddex, der lange auch für den Preis von Europa unter Order war. Trainer Peter Rau hat den Dritten aus dem Großen Preis von Baden in letzter Minute aber aus dem Rennen genommen. Stalljockey Torsten Mundry hat mit seiner Meinung ohnehin nie hinter dem Berg gehalten.
Aus lokaler Sicht ist natürlich White Lightning die Attraktion. Sein Sieg im Sparkassen-Preis in Baden-Baden war zweifellos einer der großen Sensationen bei den häufig von Underdogs geprägten deutschen Grupperennen 2006. Trainer Uwe Stech vertraut wieder auf Rastislav Juracek.
Peter Schiergen hat mit Arpino (William Mongil) noch einen zweiten Starter im Rennen, für diesen gilt es, die schwache Leistung aus Baden-Baden vergessen zu lassen. Der Hengst, an dem nach seinem Listensieg in Italien auch Gary Tanaka interessiert gewesen sein soll, genießt in seinem Quartier nach wie vor einen guten Ruf.
Für Obrigado, Dwilano und Mentik sieht es auf den ersten Blick nicht leicht aus, doch hat es in diesem in den Gruppe-Rennen schon so viele Überraschungen gegeben, dass auch diese Pferde kaum unterschätzt werden sollten.











