Franz?sischer Erfolg im gro?en Sprint-Thriller in Baden

Selten waren in einem deutschen Grupperennen so viele Gäste am Start wie am Sonntag in Iffezheim. Da war es alles andere als eine Überraschung, dass im Badener Sprint-Cup (Gruppe III, 50.000 Euro, 1400 m) ein Pferd aus dem Ausland triumphierte.

Immerhin steht die Gewinnerin Ricine im Besitz eines Deutschen, von Andreas Putsch, dem Eigner von 6 C Racing, einem international ambitionierten Rennsportunternehmen.

Francois-Xavier Bertras im Sattel der fünfjährigen Stute, die schon viele Schlachten geschlagen hatte, erwischte mit der 42:10-Mitfavoritin sofort einen Platz im Vordertreffen. Aus der günstigen Box eins mischte dieses Team an fünfter Stelle sofort mit, als der Ammerländer Alaska River an die Spitze stürmte.

Und diese beiden Kandidaten sollten die Entscheidung auch im regnerischen Iffezheim unter sich ausmachen. Während die anderen Teilnehmer keine Chance auf den Sieg besaßen, rüsteten sich Alaska River, der immer wieder anzog, und die weiter innen enorm aufdrehende Ricine zum Endkampf.

Schließlich besaß Ricine einen Kopf-Vorteil gegen den tapferen Dreijährigen aus dem Schiergen-Stall unter Filip Minarik. Dritter wurde der schnell endende Smokejumper vor dem ebenfalls viel Boden gutmachenden Key to Pleasure, die beide an der Außenseite ihr Glück suchten.

‚Das Rennen war sehr schnell. Ich bin mit der Stute nach außen gegangen, wo der Boden besser war. Wir hatten uns schon vorher sehr gute Chancen ausgerechnet‘, berichtete Siegjockey Bertras. Trainer Francois Rohaut, eine feste Größe in Frankreich, weilte in Kanada, da er in Woodbine zwei Starter hat. Auch der Besitzer der Siegerin war nicht in Iffezheim, ist ohnehin ein sehr rarer Gast auf hiesigen Hippodromen.

Alaska River unterlag in allen Ehren. ‚Köln oder Italien‘, nannte Peter Schiergen als nächste Ziele für den erfolgreich auf diese Strecke umgestellten Dreijährigen. Auch Erika Mäder, die Betreuerin von Smokejumper war sehr zufrieden. ‚Ich würde mit ihm gerne noch einmal laufen, da die Saison nicht gut für das Pferd war.‘

Blass blieb der Favorit Molly Max beim ersten Start nach seiner Fissur. ‚Der Boden war nicht ideal, er ist auch nach einer Pause selten gut gelaufen‘, sagte Karen Haustein über den elften Rang des früheren Winterfavoriten.

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