Das deutsche Trio, das sich am Sonntag in Maisons-Laffitte in zwei Gruppe III-Prüfungen versuchte, hat sich glänzend aus der Affäre gezogen. Das ist das Fazit nach dem Prix du Bois und dem Prix Chloe, die in Frankreich mit deutscher Beteiligung gelaufen wurden. Und es waren die Außenseiterinnen, die für die beiden guten Ergebnisse sorgten.
Die größten Chancen hatte man eigentlich der Schlenderhaner Diana-Zweiten Karavel (Olivier Peslier) im Prix Chloe (1800 m, 80.000 Euro) eingeräumt, die auch als Favoritin in die Startbox ging.
Doch Olivier Peslier erwischte einen schwarzen Tag und bescherte der Stute einen katastrophalen Ritt. Zunächst ergriff er mit der Speed-Stute die Spitze, wurde dann im Einlauf noch stark behindert.
Besser konnte Torsten Mundry auf der Ittlingerin Sexy Lady. Die stark gesteigerte Danehill Dancer-Stute aus dem Stall von Peter Rau wurde unter dem Stalljockey aus dem Hintertreffen so schnell, dass sie nur die Siegerin Madesha, eine im Besitz des Aga Khan stehende Lady, vor sich dulden musste. Doch wegen der erwähnten Behinderung wurde die Stute aus dem Stall von Alain de Royer-Dupre disqualifiziert und auf den letzten Platz gesetzt, sodass Sexy Lady (109:10) unblutig zu ihrem ersten Gruppesieg kam.
Einen ausgezeichneten zweiten Platz belegte eine gute halbe Stunde zuvor die von Mirek Rulec in Iffezheim trainierte Artan-Tochter Boccassini im Prix du Bois, einem Gruppe III-Rennen für die Zweijährigen auf der 1000 Meter-Distanz.
Unter Johan Victoire hatte die Stute, die als Außenseiterin ins Rennen gegangen war, lange im hinteren Teil des Feldes gelegen. Bei ihrem Vorstoß fand sie es kurz sogar etwas eng vor, kam aber hinter dem souverän gewinnenden Favoriten Sandwaki (Olivier Peslier ritt für Trainer Carlos-Laffon Parias) zum besten Platzgeld, das sich in diesem Fall auf 16.000 Euro belief.











