Über lange Zeit bildeten sie ein Traumpaar der internationalen Turf-Szene, doch nach nunmehr 18 Jahren werden sich die Wege von Godolphin und dem charismatischen Weltklasse-Jockey Lanfranco Dettori (Foto) trennen. Am Sonntag gaben die „Blauen“ bekannt, dass man im nächsten Jahr nicht mehr mit Frankie Dettori als Stalljockey plane.
In der Zeit bei Godolphin errang der gebürtige Italiener viele große Siege, zuletzt sorgte sein Engagement auf dem Coolmore-Hengst Camelot im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe allerdings für Aufsehen und die Spekulation um eine baldige Trennung entfachten. Diese Spekulationen haben nun ein Ende. In einer offiziellen Erklärung von Godolphin heißt es, dass „die Zusammenarbeit mit Dettori nicht mehr wirklich funktionierte.“
Und so wird Dettori im kommenden Jahr als Freelancer nach Engagements im Rennsattel suchen, bei den Buchmachern sanken die Kurse auf einen Championatstitel Dettoris 2013 daraufhin. „Wenn Frankie als Freelancer unterwegs ist, dann ist er nicht zu unterschätzen. Wir sind der Ansicht, dass es durchaus möglich ist, dass er im kommenden Jahr noch einmal richtig angreift und nach dem Titel streben könnte“, so David Williams, der Sprecher von Ladbrokes.
‚Er wird derjenige sein, auf den man kurzfristig zurückgreifen kann, wenn man einen starken Reiter braucht. Es könnte ein tolles Jahr für ihn werden“, so Williams weiter. Dass sich Dettori mit Camelot in den „Arc“ wagte, wird als deutliches Zeichen seiner Frustration gegenüber Sheikh Mohammed gesehen, die Rivalität zwischen Coolmore und Godolphin ist kein Geheimnis.
Nach Dettoris Weggang scheint der junge Mickael Barzalona nun die unumstrittene Nummer bei den Trainer Mahmood al Zarooni und Saeed bin Suroor zu sein. Dazu wird natürlich auch Silvestre de Sousa weiter für Godolphin reiten. „Wir hatten eine großartige Zeit mit Frankie, der oftmals in den großen Rennen den feinen Unterschied gemacht hatte“, sagt Simon Crisford, der Racing-Manager von Godolphin.
„Wie auch immer, Frankie sucht nun eine neue Herausforderung und so ist es für alle wohl am besten, wenn sich die Wege trennen. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft und können uns auch vorstellen, dass er das ein oder andere Mal für uns reitet. Der einzige Unterschied wird sein, das er von nun an nicht mehr unser Stalljockey ist, sondern als selbständiger Jockey arbeitet.“
Dettori bestätigte, dass die Trennung einvernehmlich geschah. „Ich hatte 18 wunderbare Jahre bei Godolphin und sie waren ein großer Teil meiner Karriere. Ich habe jede Minute geliebt, aber ich bin der Meinung, dass die Zeit für eine Veränderung reif ist. Meine Position im Stall hat sich geändert und ich suche eine neue Herausforderung. Sheikh Mohammed war ein unglaublicher Boss. Er hat mich angestellt, als ich noch sehr jung war und wir haben zusammen jeden Rekord gebrochen. Ich danke ihm für alles, was er für mich und meine Familie getan hat“, so der Klasse-Jockey.
„Auch das Team bei Godolphin ist fantastisch. Ohne sie wären die Erfolge nicht möglich gewesen“, fügt Dettori an, der im Dezember 42 Jahre alt wird.











