Sie haben richtig Gas gegeben, und alles dafür getan, die Rennbahn Frankfurt-Niederrad zu retten. Doch die Initiative „Pro Rennbahn“ ist mit ihrem Bürgerentscheid zu dem Bebauungsplan mit der Nummer 916, den die Stadtverordneten im Oktober 2014 beschlossen haben, lediglich wegen der zu hohen Hürde Wahlbeteiligung gescheitert. Laut einer Online-Meldung der Frankfurter Rundschau hätten bei der Abstimmung am Sonntag 61.766 Wahlberechtigte mit „JA“, also für den Erhalt der Rennbahn, gestimmt, und nur 39.597 mit „Nein“, doch die erforderliche Zahl von 124.389 Ja-Stimmnen, die für die Rennbahn hätten stimmen müssen, also die notwendigen 25 Prozent der Wahlberechtigten, wurde nicht erreicht.
„Wir haben der Stadt Frankfurt und den Politikern einen klaren Denkzettel verpasst. Und wir werden uns das auch weiterhin nicht gefallen lassen. In jeder anderen deutschen Großstadt, selbst in München, hätten 50 Prozent weniger Wahlbeteiligung gereicht. Bei der OB-Wahl in Frankfurt gab es deutlich weniger Bürger, die zur Urne gegeangen sind. Wir kämpfen weiter“, so Bruno Faust für die Initiative.
„Unglaublich das Ergebnis, 63.000 Frankfurter Bürger haben für die Rennbahn gestimmt. In allen Frankfurter Stadteilen, selbst in Fußball-Hochburgen, hatten wir die Mehrheit. Das Quorum, das in Frankfurt erforderlich ist, das ist für jede demokratische Abstimmung extrem fragwürdig und wird sogar im Wiesbadner Landtag diskutiert. Selbst in Bayern wären wir vorne gewesen und die Wahlbeteiligung hätte gereicht“, Renn-Klub Vize Vincent Steigenberger zeigte sich stolz und erstaunt über das Wahnsinns-Ergebnis, das allerdings die Frankfurter Galoppsport-Freunde weiterhin in eine ungewisse Zukunft blicken lässt.
Aber eines haben die Frankfurter in jedem Fall geschafft. Der Politik und dem übermächtigen DFB Grenzen aufgezeigt. Ein großes Lob gebührt den verantwortlichen Kämpfern um eine sogenannte Randsportart!
Wie es nun in Niederrad weitergeht, muss abgewartet werden, Präsident Manfred Louven gab bereits bekannt, dass man den Kampf um die Rennbahn noch längst nicht aufgeben würde.











