Frankfurt: Bernard ist wieder da: Combeack in Niederrad

Vor zwölf Monaten war man in der Hessen-Metropole erst mit einer satten Verspätung in das Rennjahr gestartet. Witterungsbedingt musste man die Saisonpremiere am 19. März stornieren und war am 9. April aus den Schuhen gekommen. Das ist dieses Jahr anders. Planmäßig wird am kommenden Sonntag der erste von zehn Renntagen in Hessens Metropole über die Bühne gehen.

Es wird ein Novum in der Geschichte des Renn-Klubs Frankfurt sein, denn erstmals tritt man an einem normalen Sonntag ohne Konkurrenz einer Bahn aus Nordrhein-Westfalen an. Eigentlich war davon auszugehen, dass das Programm zumindest von der Quantität her entsprechend groß sein wird. Doch dem ist nicht so, was andererseites auch nicht verwundert, denn mit Herxheim veranstaltet zeitgleich eine ebenfalls der Südwest-Region zuzuordnende Bahn. Dass man sich da gegenseitig den einen oder anderen Starter wegnimmt, liegt auf der Hand.

Mehr als acht Rennen – was für Frankfurter Verhältnisse an einem Sonntag auch fast schon ein Novum ist – waren nicht zu konstruieren. Aber mit zwei Dreijährigen-Prüfungen, dem Comeback eines ehemaligen Derby-Kandidaten, einem gut besetzten Ausgleich II und dem „Rennen des Tages“ offeriert man ein sehenwertes Programm, so dass sich der Weg zur Niederrader Bahn allemal lohnen dürfte.

Gleich in der ersten Tagesprüfung gibt es ein Wiedersehen mit einem guten, alten Bekannten. Dass Gestüts Haus Hahns Bernard (Foto) nun in Frakfurt aufgeboten wird, war ursprünglich nicht geplant. Er sollte vierundzwanzig Stunden zuvor in Krefeld laufen, doch fiel das Rennen mangels Starter dem Rotstift zum Opfer. Und da man die Vorstarterangabe in Niederrad auf den Donnerstag verlängerte, „schob“ Peter Schiergen den Sohn von Arc-Sieger Trempolino noch ins Rennen.

Zwei Jahre ist es nun schon her, dass Bernard im Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler gegen seinen Trainingsgefährten Königstiger eine knappe Niederlage hatte hinnehmen müssen und seine Anwartschaft auf das Blaue Band allemal unterstrich.

Ebenso nach einem vierten Platz in der Kölner Union. Doch dann schlug der berühmt, berüchtigte Turfteufel zu. Nichts war es mit einem Derby, die Saison musste beendet werden. Anfang 2006 plante man ein Comeback, doch dann gab es den nächsten Rückschlag, als ein Chip am Hufbein eine OP unumgänglich machte. Nun also Bernards Rückkehr unter Seide, der Fünfjährige dürfte auch ungeachtet der überlangen Pause als klarer Favorit ins Rennen gehen.

Die große Chance, so richtig Kasse zu machen, bietet sich vor allem im sechsten Rennen an, wenn das „Rennen des Tages“ mit einer Garantieausschüttung von 10.000 Euro in der Viererwette gelaufen wird. Noch am letzten Sonntag betrug die Quote in dieser „Sonderprüfung“ respektable 100.016:10 Euro.

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