Frankfurt: Beltanus steht vor Sieg und die Araber zu Gast

Auch wenn an anderer Stätte am Sonntag der ganz große Sport geboten wird, die neun Prüfungen umfassende Veranstaltung in Frankfurt-Niederrad ist durchaus einen Besuch wert. Denn nicht nur, dass die Araber-Fraktion gehobenen Sport bietet, auch sind im dritten Rennen legitime Top-Galopper am Start.

Auf dieser Bahn hat Stall Fichtengrunds Beltanus (Foto) nämlich bereits eine Gruppeplatzierung erreicht. Im Frühjahr 2010 war das der Fall, als Beltanus als 575:10-Außenseiter hinter Enzio und Sehrezad auf Rang drei der Frankfurter Meile-Frühjahrspreis der Stadt Frankfurt belegte.

Der zuletzt in Frankfurt stark laufende Beltanus sollte eine tragende Rolle spielen, wenn sich in der dritten Tagesprüfung die Startboxen öffnen werden, denn nur hinter Liang Kay und Baschar kam er zuletzt über die Linie.

Allerdings hat er neuerlich einen hoch talentierten Gegner vor sich. Mit Stall Salzburgs Pain Perdu ist ein Kandidat am Ablauf, der in Deutschland augenscheinlich noch so seine Probleme hat. Im letzten Jahr noch Dritter im französischen Derby, erwarb Hans-Gerd Wernicke den Vespone-Sohn.

Allerdings kam er 2010 nicht mehr auf eine Rennbahn, versuchte Anfang 2011 sein Comeback ebenfalls in Frankreich, aber unter der neuen Obhut von München-Coach Wolfgang Figge.

Bislang ist bei zwei Starts nach der Klassik-Platzierung noch nicht viel herausgesprungen, doch muss das nicht unbedingt dauerhaft so bleiben. Denn: Pain Perdu ist wann immer er antritt zu beachten.

Mit solch einer Referenz ist das eben so. Mit Lady Fortune hat Coach Wolfgang Figge zwei Pferde in diesem Rennen, doch Karoly Kerekes sitzt im Sattel von Pain Perdu. Er sollte das gemeinte Pferd des Müncheners in diesem Rennen sein.

Sechs Kandidaten treten bei den Zweijährigen an und zwei Ausgleiche III finden sich ebenfalls auf der Karte wieder. Hier hat Heinz Hesse jeweils einen Starter. Der England-Import Tasmeem ist mit Katharina Irmer unterwegs, ihre Vier-Kilo-Erlaubnis könnte Gold wert sein, denn anstatt 63 Kilo muss der Acclamation-Sohn nun nur noch 59 Kilo tragen, was ihn zu einem echten Siegkandidaten macht.

Der Second Set-Sohn Shivas kann einen Top-Bahnschnitt vorweisen. Daher sollte auch im viel Beachtung zukommen, er hat ohnehin Nachlass im Handicap bekommen. Katharina Irmer reitet auch den Hesse-Galopper im zweiten Ausgleich III, der ein ähnlicher Fall ist wie Tasmeem. Auch der Schützling aus dem Stall Hexenberg müsste mit 61,5 Kilo Höchstgewicht tragen. Doch durch die Erlaubnis wird es auf 57,5 Kilo reduziert.

Mit Navajo Storm, Amazing, Auenboss, Sonrisa und Avio wimmelt es nur so von Siegern in diesem Rennen. Eine völlig offene Angelegenheit, in der dem Wetter eine schwere Aufgabe gestellt wird. Fünf Pferde starten im Arabererennen der Dreijährigen, in dem es nicht ganz so schwer ist, wie in den Ausgleichen. Die Zweierwette mit den französischen Gästen Thakif und Naseem könnte ein „gutes Ding“ sein.

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