In Deutschland müssen sich die Turf-Fans noch zwei Wochen gedulden, bis der Sieger im Derby ermittelt wird. In der Schweiz wurde das „Blaue Band“ bereits an diesem Sonntag entschieden. Es war das 34. Swiss Derby, das in Frauenfeld ausgetragen wurde. Und unter den zehn Kandidaten, die in das mit 100.000 Franken (ca. 82.000 Euro) dotierte 2400 Meter-Rennen gingen, befanden sich auch zwei aus Deutschland.
Dabei handelte es sich um den von Peter Schiergen für den Stall Hornoldendorf trainierten Firestorm, und Stall Turffighters Cazador aus dem Quartier von Andreas Wöhler. Beide gingen als Außenseiter in das Rennen, favorisiert waren Alain de Royer-Dupres Oak Harbour (Maxime Guyon) und der aus England aus dem Stall von Mark Johnston angereiste Master of Finance (Ioritz Mendizabal).
Und der ‚Heiße‘, Oak Harbour, gewann schließlich auch als 21:10-Chance knapp, was den sechsten Sieg in diesem Rennen für seinen Besitzer Peter Baumgartner bedeutete, der den Sinndar-Sohn erst in der vergangenen Woche erworben hatte.
Doch Maxime Guyon musste alle Register ziehen, um den bärenstak laufenden Firestorm knapp mit einem Hals auf Abstand zu halten. Firestorm, der unterwegs an dritter Stelle galoppierte, wurde mit zunehmender Distanz immer stärker und hätte den Sieger beinahe noch erreicht. Dieser zweite Platz war eine gute Leistung des Hengstes, der auch noch eine Nennung für das Deutsche Derby besitzt.
Dritter wurde dichtauf Master of Finance vor dem lange führenden Filou, hinter dem Cazador als Fünfter ebenfalls ein gutes Rennen lief.
Reichte es in Frauenfeld für den Asterblüte-Stall nicht ganz zu einem Treffer, so klappte es in Mailand umso besser. Denn auf der dortigen Rennbahn San Siro siegte Firestorms Trainingsgefährtin Guajara (Mirco Demuro) im Premio Paolo Mezzanotte, einer mit 41.800 Euro dotierten Listenprüfung für vierjährige und ältere Stuten über 2200 Meter.
Mit enorm viel Kampfgeist und langgezogenem Speed setzte sich die Montjeu-Tochter der Stiftung Gestüt Fährhof knapp gegen die lange führende Claire Song (Stefano Botti/Nicola Pinna) durch. 26:10 gab es auf den Sieg der deutschen Stute.
Einen deutschen Sieg gab es bei der Veranstaltung im französischen Aux-les-Bains, als die von Markus Münch trainierte Stute Vesper unter Tony Piccone als 60:10-Chance ein Verkaufsrennen über 2000 Meter gewann, das mit 8.000 Euro dotiert war.
Bereits am Samstag kam auf der Bahn in Carpentras die von Manfred Weber trainierte Samum-Tochter Nelia unter Trainertochter Berit Weber zu ihrem zweiten Frankreich-Sieg in Folge. Nachdem sie bereits zuletzt in Wissembourg erfolgreich war, schnappte sich die Vierjährige ein als Amateurrennen ausgeschriebenes Alltersgewichtsrennen über 2150 Meter, das mit 9.000 Euro dotiert war, mit zweieinhalb Längen Vorsprung.










