Eine mysteriöse Serie von über 20 Bränden hält zur Zeit die Polizei und Bewohner des Odenwaldkreises in Atem. Wie die Polizei in Gernsheim meldete, gab es in einer 25m X 25m x 7m großen Satteldachhalle, die auch vom Vollblutgestüt Karlshof der Familie Faust genutzt wird, einen Brand, dessen Ursache derzeitig noch völlig offen erscheint.
Vermutet wird allerdings Brandstiftung. Davon betroffen waren 10 leere Pferdeboxen, ein Haferquetsche, 50 Tonnen importiertes Heu im Wert von 11.000 Euro. Der Sachschaden beträgt nach Polizeiangaben über 270.000 Euro, die den geschädigten Bauern betreffen, nicht das Gestüt Karlshof. Weder Personen, noch Tiere (befanden sich auf der Koppel) sind zu Schaden gekommen. Das Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohngebäude konnte außerdem verhindert werden.
Vor Ort waren nach Polizeiangaben fünf Streifenfahrzeuge aus der Umgebung, sowie 17 Feuerwehrfahrzeuge mit 63 Personen am Brandort. Weiterhin auch zahlreiche Helfer des Rettungsdienstes.
Gestütseigner Bruno Faust kommentierte: „Der Brand war nicht direkt auf dem Karlshof, sondern auf dem Hof von Bauer Gutjahr, der ca. 500 Meter entfernt ist.
Es waren zu keinem Zeitpunkt Pferde in Gefahr, zumal der Stalltrakt leer war. Karlshof nutzt diese Scheune mit 10 Boxen nur in der Herbst/Winterzeit. Lediglich ein Rest Heubestand des Gestüt Karlshof ist dem Brand zum Opfer gefallen. Es kamen keine Menschen in Gefahr und es wurde niemand verletzt.
Die Polizei ermittelt.“
Mit einem Hubschrauber sucht eben diese nach dem vermeintlichen Brandstifter. Inzwischen ist ein Schaden von insgesamt geschätzten 1,5 Mio Euro bei mehr als 20 Bränden entstanden. 19 Personen wurden bislang verletzt. Auch in der Nacht zu Donnerstag brannte es wiederum in einer Pferdehalle in Groß Gerau ein Heuballen.
Auch hier konnten sich in der Nähe befindliche Einsatzkräfte Schlimmeres verhindern, zumal weder Menschen noch Tiere zu Schaden kamen. Die Fahndung nach nach den Brandstiftern blieb bislang erfolglos.









