Festival des Hindernissports: Mannheim und die Badenia

Der Hindernissport ist in der Regel ein Stiefkind bei den Rennvereinen. Anders ist es beim Badischen Rennverein Mannheim-Seckenheim, der bei seiner Saisonpremiere bei insgesamt neun Rennen nicht weniger als drei Hindernisrennen anbietet, wobei mit dem Großen Heinrich Vetter Badenia Jagdrennen sogar eine Prüfung auf Listenebene ausgetragen wird.

In der 108. Auflage der traditionsreichen Hindernisprüfung kommt mit Supervisor (Foto) der ungekrönte König der deutschen Hindernispferde an den Start, der erst vor eine Woche in Bremen wieder als Sieger über die Linie ging. Der Mondrian-Sohn aus der Zucht, dem Training und dem Besitz von Cornelia Schmock wird, wie gewohnt, unter Julian Marinov an den Start gehen, der den Siebenjährigen in- und auswendig kennt.

Ganz so einfach wie in Bremen wird es für Supervisor jedoch nicht werden, denn es warten mit Major Key, Gelon, Alanco und Glückstag profilierte Gegner. Aus dem Aufgebot von Elfi Schnakenberg, der amtierende Championesse der Hindernistrainer, die auch in den weiteren Hindernisrennen mehrfach chancenreich vertreten ist, sollte Gelon der stärkste Kandidat sein.

Allerdings ist auch der französische Gast Deuxcentdixhuit gefährlich, der eigentlich nur gute Formen kennt und mit Jean-Gille Gueracague einen versierten Reiter im Sattel hat. Auf der Flachen ist der mit 6.000 Euro ausgelobte Preis der Privatbrauerei Eichbaum die höchst dotierte Prüfung.

Hier schickt selbst das mächtige Quartier von Andreas Wöhler mit Amouse Bouche einen Kandidaten nach Mannheim, der jedoch erst einmal Christian von der Reckes frische Siegerin Casilina schlagen muss, die mit Kirsten Schmitt nicht besser beritten sein könnte. Ein besonderer Leckerbissen kommt darüber hinaus im neunten und damit letzten Rennen der Tageskarte zur Austragung.

In dieser Prüfung wird der dritte Lauf der Sport-Welt-Talent-Trophy–Sommermeisterschaft der Amateure ausgetragen. In dieser Wertung, in der es über insgesamt 20 Wertungsläufe für Trainer, Besitzer und Amateurrennreiter um wertvolle Geld- und Ehrenpreise geht, führt bei den Reitern zurzeit der Amateurchampion Sven Schleppi mit 12 Punkten.

Er wird gefolgt von Olga Laznovska und Jana Michaelis, für die bisher 10 Punkte zu verzeichnen sind, während sich bei den Trainern Victor Molls und Matthias Schwinn und bei den Besitzern Susanne Schwinn mit Heinz-Josef Theissen u.a, mit jeweils 10 Punkten den ersten Platz teilen.

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